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Es­say

Junge Helden

Ob Kurz in Österreich oder Macron in Frankreich: Europa erlebt eine Politik der Hyperpersonalisierung. Das Gewicht der Parteien schwindet.
Von Tobias Rapp

Die bei­den Ret­ter der ös­ter­rei­chi­schen De­mo­kra­tie ken­nen sich pas­sen­der­wei­se aus dem Fit­ness­stu­dio, in dem bei­de trai­nier­ten. Ziem­lich ge­nau ein Jahr ist es her, dass Se­bas­ti­an Kurz, da­mals kon­ser­va­ti­ver Au­ßen­mi­nis­ter ei­ner zu­tiefst zer­strit­te­nen Re­gie­rung, Chris­ti­an Kern an­rief, SPÖ-Mit­glied und da­mals Chef der Öster­rei­chi­schen Bun­des­bah­nen. Es war nach der ers­ten Run­de der Prä­si­den­ten­wah­len, die Kan­di­da­ten der bei­den Par­tei­en SPÖ und ÖVP, die das Land seit ei­nem hal­ben Jahr­hun­dert fast durch­ge­hend zu­sam­men re­giert hat­ten, la­gen ab­ge­schla­gen auf Platz vier und fünf. Auf den ers­ten drei Plät­zen: Kan­di­da­ten der FPÖ, der Grü­nen und eine Un­ab­hän­gi­ge. Öster­reichs po­li­ti­sches Sys­tem lag in Trüm­mern. „Was wirst du ma­chen?“, soll Kurz ge­fragt ha­ben.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 21/2017.