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Kom­men­tar

Kein Mes­sias wird kommen

Auch dieser US-Präsident wird (wie alle) am Nahostkonflikt scheitern.

von Nicola Abé

Ein paar Mo­na­te lang er­schien Do­nald Trump den is­rae­li­schen Rech­ten als eine Art Mes­sias. Erst ver­sprach er im Wahl­kampf, die US-Bot­schaft von Tel Aviv nach Je­ru­sa­lem zu ver­le­gen, dann ver­warf er die Zwei-Staa­ten-Lö­sung und brach­te sei­nen jü­di­schen Schwie­ger­sohn als Ver­mitt­ler ins Spiel. Doch vor sei­ner Rei­se ins Hei­li­ge Land ist die Er­nüch­te­rung groß, das zeigt der Streit ums Pro­gramm. Beim Be­such an der Kla­ge­mau­er will Trump den is­rae­li­schen Pre­mier nicht da­bei­ha­ben; sie lie­ge ja im West­jor­dan­land, soll ei­ner von Trumps Leu­ten das be­grün­det ha­ben. Und in Yad Vas­hem will er nur 15 Mi­nu­ten ver­brin­gen. Die Bot­schafts­ver­le­gung ist bis auf Wei­te­res ein­ge­fro­ren; Trumps Si­cher­heits­be­ra­ter be­ton­te gar, der Prä­si­dent wol­le die „pa­läs­ti­nen­si­sche Selbst­be­stim­mung“ för­dern.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 21/2017.