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Haus­mit­tei­lung

Dah­l­kamp, Hen­richs

Wel­che Ver­hei­ßung, rund 320 Son­nen­ta­ge im Jahr. Die Fahrt ins Blaue, auf die Mit­tel­meer­in­sel Mal­ta, auf die sich dieSPIEGEL-Jour­na­lis­ten Jür­gen Dah­l­kamp und Chris­toph Hen­richs be­ga­ben, hät­te sich also auch tou­ris­tisch loh­nen kön­nen – wür­den die ge­heim­nis­vol­len Brief­käs­ten, nach de­nen Dah­l­kamp und Hen­richs such­ten, nicht eher im Schat­ten, in dunk­len Flu­ren hän­gen. Die Brief­käs­ten ge­hö­ren deut­schen Kon­zer­nen, ge­nau­er: ih­ren Toch­ter­fir­men, die auf die­se Wei­se oft Geld am deut­schen Fis­kus vor­beidrü­cken, es ist das „Mal­ta-Mo­dell“. Die In­sel­grup­pe gilt als Mi­nia­tur-Wun­der­land der EU; al­ler­dings ge­hen die um­strit­te­nen Steu­er­mo­del­le, mit de­nen Mal­ta Fir­men an­lockt, auf Kos­ten der EU-Part­ner. Das Jour­na­lis­ten­netz­werk Eu­ro­pean In­ves­ti­ga­ti­ve Col­la­bo­ra­ti­ons ist den Ge­heim­nis­sen nach­ge­gan­gen. 40 Jour­na­lis­ten aus 13 Län­dern ha­ben dazu re­cher­chiert, auch ein Team von fünf SPIEGEL-Leu­ten ar­bei­te­te mit. Aus­gangs­punkt wa­ren die so­ge­nann­ten Mal­ta­Files: Sie ent­hal­ten auch eine Über­sicht der auf Mal­ta ge­mel­de­ten Fir­men, dar­un­ter vie­le Töch­ter eu­ro­päi­scher Kon­zer­ne. Sie er­lau­ben au­ßer­dem Ein­bli­cke in die Prak­ti­ken ei­ner Be­ra­tungs­fir­ma, die bei der Grün­dung sol­cher Fir­men – gleich­sam beim Auf­hän­gen der Brief­käs­ten – hilft. zum Ar­ti­kel

Lo­ko­schat, Tren­kamp

Seit die­ser Wo­che er­scheint an je­dem Werk­tag um 17 UhrSPIEGEL DAI­LY, die smar­te Abend­zei­tung – ein Pro­jekt von Print, TV und On­line, zu le­sen und zu schau­en auf dem PC, dem Ta­blet, dem Smart­pho­ne. DAI­LY er­klärt die wich­tigs­ten Nach­rich­ten des Ta­ges, lie­fert Kom­men­ta­re, Ana­ly­sen, pickt das Bes­te aus den so­zia­len Me­di­en. „Wir wol­len ein­mal am Tag die Welt an­hal­ten“, sa­gen die Re­dak­ti­ons­lei­ter Timo Lo­ko­schat und Oli­ver Tren­kamp, die zu­sam­men mit SPIEGEL-Re­por­ter Cor­dt Schnib­ben das mul­ti­me­dia­le An­ge­bot ent­wi­ckelt ha­ben. „Kei­ne Eil­mel­dun­gen oder Li­ve­ti­cker, son­dern Über­blick und Ent­schleu­ni­gung.“ Kol­le­gen aus al­len Res­sorts wer­den Deu­tun­gen, Re­cher­chen und Ko­lum­nen bei­steu­ern; hin­zu kom­men neue jour­na­lis­ti­sche For­ma­te. Gast­au­to­ren wie Ha­rald Schmidt – ge­nau der – kom­men zu Wort, er sor­tiert den Irr­sinn des All­tags. Wer den di­gi­ta­len SPIEGEL be­reits abon­niert hat, be­kommt DAI­LY jetzt dazu. Alle an­de­ren In­ter­es­sen­ten kön­nen DAI­LY eben­falls gra­tis le­sen, ei­nen Mo­nat lang, test­wei­se. Von da an kos­tet das Abo 6,99 Euro, mo­nat­lich künd­bar. Ein Wo­chen­pass kos­tet 2,49 Euro. Wer sich ein Bild ma­chen will: www.spie­gel­dai­ly.de

Seit No­vem­ber 2005 re­giert An­ge­la Mer­kel, im Sep­tem­ber will sie er­neut bei der Bun­des­tags­wahl an­tre­ten. Die Pfar­rers­toch­ter aus Tem­plin ver­kör­pert die un­ge­wöhn­lichs­te po­li­ti­sche Kar­rie­re, die es in Nach­kriegs­deutsch­land bis­her ge­ge­ben hat: Mit ihr kam erst­mals eine Frau an die Spit­ze der CDU, mit ihr zog erst­mals eine Frau aus Ost­deutsch­land ins Kanz­ler­amt.SPIEGEL BIO­GRA­FIE zeich­net Mer­kels Wer­de­gang nach, an­hand von Bei­trä­gen, die im SPIEGEL er­schie­nen sind. SPIEGEL BIO­GRA­FIE er­scheint am kom­men­den Diens­tag und kos­tet 7,90 Euro.