Die Jungs vom Viktoria-Platz

Griechenland Die Situation der Flüchtlinge im Land ist miserabel, am meisten leiden die unbegleiteten Minderjährigen. Wer keine Unterkunft findet, der prostituiert sich, um zu überleben.

Ju­gend­li­cher Ah­mad in ei­nem Park in Athen: »Das Le­ben ist hart, und es zwingt ei­nen zu Din­gen, die man nie ma­chen woll­te«

Der Mann ist et­was äl­ter, sei­ne Ho­sen sind spe­ckig, er spricht Grie­chisch, aber Mo­ham­mad weiß oh­ne­hin, was er will. »Nein«, sagt der Jun­ge, sei­ne Stim­me bricht, sei­ne Au­gen fül­len sich mit Trä­nen. Aber der Mann drängt ihn. »Komm mit, ich gebe dir zu es­sen, und ich be­zah­le dich.« Mo­ham­mad geht schnell wei­ter. Der Mann setzt sich auf eine Bank und war­tet, er wird ei­nen an­de­ren Jun­gen fin­den. Der Vik­to­ria-Platz im Zen­trum von Athen ist seit zwei Jah­ren Treff­punkt der Flücht­lin­ge, nun wird er im­mer mehr zu ei­nem Ort, an dem alte Män­ner und jun­ge Flücht­lin­ge Geld ge­gen Sex tau­schen.

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