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Asyl

Auf der Flucht

Das Erdoğan-Regime hat Tausende Staatsbedienstete ins Gefängnis stecken lassen. Einige konnten sich vorher nach Deutschland absetzen. Die Geschichte zweier verfolgter Richter.

Ju­rist in Hand­schel­len in Ga­zi­an­tep: Nur we­ni­gen ist es ge­lun­gen, zu flie­hen

Am frü­hen Sonn­tag­abend hat­te Meh­met Can(*) ge­nug. Er klapp­te sei­nen Lap­top zu, ging ins Wohn­zim­mer zu sei­ner Frau und sei­nen Kin­dern und ver­such­te, sich ab­zu­len­ken. Er konn­te die Hoch­rech­nun­gen, die er zu­letzt auf der Web­site des Nach­rich­ten­sen­ders „CNN Türk“ ge­se­hen hat­te, nicht mehr er­tra­gen. Am Ende stimm­ten 51,4 Pro­zent der Tür­ken mit „Evet“. Sie ha­ben Ja dazu ge­sagt, dass der tür­ki­sche Staats­prä­si­dent Re­cep Tay­yip Er­doğan das po­li­ti­sche Sys­tem nach sei­nen Wün­schen um­bau­en darf. Zu ei­ner weit­ge­hen­den Auf­he­bung der Ge­wal­ten­tei­lung in der Tür­kei. Und sie ha­ben Ja dazu ge­sagt, dass Men­schen wie Can mög­li­cher­wei­se nie wie­der nach Hau­se zu­rück­keh­ren kön­nen – je­den­falls so­lan­ge sie an ih­rer Frei­heit hän­gen.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 17/2017.