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Es­say

Ver­dammte Ewig­keit

Warum wir den Tod brauchen, um unser Leben gut zu leben
Von Nils Minkmar

Wir sind weit ge­kom­men. Schon sind die ers­ten Kin­der mit drei bio­lo­gi­schen El­tern­tei­len ge­bo­ren wor­den. Mit we­ni­gen Ges­ten kön­nen wir Bil­der von To­ten auf­ru­fen, kön­nen Mi­cha­el Jack­son oder Amy Wi­ne­hou­se sin­gend und tan­zend be­wun­dern, jün­ger und fri­scher als wir selbst. Blut­trans­fu­sio­nen, Kern­spin­to­mo­gra­fi­en, Or­gan­trans­plan­ta­tio­nen, all das sind Prak­ti­ken, die zur Rou­ti­ne je­des Uni­kli­ni­kums ge­hö­ren. Vom Sofa aus be­stel­len wir Wa­ren aus Chi­na und er­lau­ben uns ei­nen mitt­le­ren Wut­an­fall, wenn sie nicht bin­nen kür­zes­ter Frist un­be­schä­digt zur Woh­nungs­tür ge­bracht wer­den. Wir hal­ten es für eine Zu­mu­tung, wenn im Zug kei­ne In­ter­net­ver­bin­dung zu­stan­de kommt oder im Wald ein Funk­loch klafft. Bald ge­hor­chen uns Ge­schwa­der von Droh­nen, um Bröt­chen vom Bä­cker zu ho­len, die Kat­ze vom Baum oder rund um die Uhr über den Kin­dern zu schwe­ben.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 16/2017.