Der Osten ist rosa

China Von Peking bis in die Provinz hat sich eine selbstbewusste Schwulen- und Lesbenszene etabliert, prüden Genossen und offizieller Diskriminierung zum Trotz. Ihre Mitglieder nutzen die neue Freiheit, die vor allem das Internet eröffnet.
Von Bernhard Zand

Sze­ne­star Ma Fan­long: »Nie­mand mag uns, aber of­fe­ner Hass ist sel­ten«

Ein kal­ter Win­ter­abend in Pe­king, eis­grau­er Smog liegt über der Stadt. Da geht im Long­jing, ei­ner Bar im Par­ty­vier­tel San­li­tun, die Son­ne auf. Ma Fan­long, 26, be­tritt das Lo­kal. Ach was, be­tritt. Ma rauscht zur Tür her­ein, ein schlan­ker Mann in ei­nem we­hen­den Dau­nen­man­tel, des­sen Pelz­ka­pu­ze wie ein Her­me­lin auf sei­nen Schul­tern liegt. Ge­ra­de hat er sich blon­de Strähn­chen in sein lan­ges schwar­zes Haar ma­chen und die Nä­gel ma­ni­kü­ren las­sen, mit gol­de­nen Spit­zen. »Ganz de­zent«, sagt er, »ich bin heu­te schließ­lich der Gast­ge­ber hier.«

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