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Himmel aus Beton

In Die stillen Trabanten erzählt Clemens Meyer neue Geschichten vom Umbruch im Osten.
Von Christian Buß

Schrift­stel­ler Cle­mens Mey­er „Steaksand­wich Nine Ele­ven“

ALLES VER­GEHT, nur die Plat­ten­bau­ten blei­ben. Ste­hen un­ver­rück­bar und ver­traut da, wäh­rend sich die Sit­ten und Ge­bräu­che, die Mo­den und Ge­räu­sche in den Woh­nun­gen und Trep­pen­häu­sern ver­än­dern. Schnaps­ar­ten und Zi­ga­ret­ten­mar­ken, Schla­ger­tex­te und Ge­bets­tech­ni­ken, sie kom­men und ge­hen, nur die vor 30, 40 oder 50 Jah­ren auf­ge­stell­ten Be­ton­ko­los­se ver­har­ren un­be­ein­druckt in der Vor­ort­land­schaft. Rea­ler So­zia­lis­mus, blü­hen­de Land­schaf­ten, so­zia­ler Brenn­punkt – ist doch den Plat­ten­bau­ten egal, wie man das ge­sell­schaft­li­che Drum­her­um nennt, sie ge­ben je­nen Halt, Ord­nung und viel­leicht so­gar ein biss­chen Wür­de, die im Um­bruch der Zei­ten ver­lo­ren zu ge­hen dro­hen. Wie Him­mels­kör­per, an de­nen man sich ori­en­tie­ren kann.

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