>

Babylon erzählt

Marlon James' Roman Eine kurze Geschichte von sieben Morden beschreibt die Geburt einer Nation.
Von Wolfgang Höbel

DAS AT­TEN­TAT AUF den Sän­ger Bob Mar­ley fand am 3. De­zem­ber 1976 statt. Die An­grei­fer schli­chen sich in sein Haus in Kings­ton, der Haupt­stadt von Ja­mai­ka, schos­sen auf Mar­ley, sei­ne Ehe­frau und sei­nen Ma­na­ger. Die bei­den wur­den schwer ver­letzt, Mar­ley nur leicht. Von der Po­li­zei wur­den die At­ten­tä­ter nie ge­fasst, was die Ver­schwö­rungs­theo­ri­en nur be­feu­er­te: Die ei­nen be­haup­te­ten, die An­grei­fer sei­en von der po­li­ti­schen Rech­ten Ja­mai­kas ge­dun­gen wor­den oder gleich vom sie un­ter­stüt­zen­den US-Ge­heim­dienst CIA; die an­de­ren ver­mu­te­ten Wett­be­trü­ger oder Stra­ßen­gangs­ter hin­ter dem Über­fall. Zwei Tage nach den Schüs­sen trat Bob Mar­ley in Kings­ton bei ei­nem Frie­dens­kon­zert ge­gen po­li­ti­sche Ge­walt auf. Das Kon­zert­mot­to lau­te­te „Smi­le Ja­mai­ca“.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer SPIEGEL-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 12/2017.