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ZEIT­REISE – DER SPIEGEL VOR 50 JAHREN

Aus­ga­be 12/​1967

In­dus­trie

Das Relikt

Der Krupp-Konzern, „Deutschlands ältestes und mächtigstes Industrie-Imperium“, hatte „Finanzierungssorgen“, wie man eine Schieflage damals dezent umschrieb. Der Staat eilte zur Hilfe. Ursache der Schieflage war auch die anachronistische Struktur des Unternehmens, das letztlich von einem Mann geführt wurde, dem Generalbevollmächtigten Berthold Beitz.

Die Nach­richt schlug ein wie einst die Gra­na­ten der Di­cken Ber­tha, dem le­gen­dä­ren Krupp-Ge­schütz. Über drei Mil­li­ar­den Mark Ver­bind­lich­kei­ten hat­te die Fir­ma Fried­rich Krupp in ih­rer Bi­lanz, 300 Mil­lio­nen Zins­zah­lun­gen stand 1966 ein Ver­lust von 50 Mil­lio­nen Mark ent­ge­gen. In streng ge­hei­men Ver­hand­lun­gen – Code­na­me „K“ – ei­nig­ten sich die Gläu­bi­ger­ban­ken, der Bund und die Lan­des­re­gie­rung in Düs­sel­dorf auf die „größ­te wirt­schaft­li­che Hilfs­ak­ti­on seit Kriegs­en­de": 450 Mil­lio­nen Mark staat­li­cher Bürg­schaf­ten, Ex­port­kre­di­te in Höhe von 100 Mil­lio­nen und die Ver­län­ge­rung der Krupp­schen Kre­dit­li­ni­en soll­ten den Es­se­ner Stahl­pro­du­zen­ten über die Durst­stre­cke hin­weg­hel­fen.

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