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SPIEGEL-Ge­spräch

„Wir werden Götter sein“

Der israelische Historiker Yuval Noah Harari, 41, glaubt, dass der Mensch durch neue Technologien bald die nächste Evolutionsstufe erreicht. Der mit gottgleichen Fähigkeiten ausgestattete Homo Deus verdrängt dann den Homo sapiens.

Au­tor Ha­ra­ri: „ Evo­lu­ti­on im Tur­bo­mo­dus“

Es gibt kei­nen bes­se­ren Ort, um mit Yu­val Noah Ha­ra­ri über sein neu­es Buch zu spre­chen, als die­sen hier, im Si­li­con Val­ley, wo an­geb­lich die Zu­kunft er­fun­den wird. Vor Kur­zem hat Mark Zu­cker­berg, Face­book-Chef und Tech-Vi­sio­när, in ei­nem lan­gen Ma­ni­fest sein Welt­bild um­ris­sen, und es trug un­ver­kenn­bar die Züge von Ha­ra­ris letz­tem Buch „Eine kur­ze Ge­schich­te der Mensch­heit“. Das Werk wur­de 2014 zum Welt­best­sel­ler und hat den jun­gen is­rae­li­schen His­to­ri­ker be­rühmt ge­macht. Ha­ra­ri, der an Je­ru­sa­lems He­bräi­scher Uni­ver­si­tät lehrt, zeich­ne­te dar­in die Er­folgs­ge­schich­te des Men­schen seit sei­nen evo­lu­tio­nä­ren Ur­sprün­gen bis in die Ge­gen­wart nach. Zu­cker­berg hat Ha­ra­ris neu­es Buch ver­mut­lich noch nicht ge­le­sen, denn in „Homo Deus – Eine Ge­schich­te von Mor­gen“ ent­wirft der Au­tor ein düs­te­res Bild des 21. Jahr­hun­derts, in dem ge­ra­de die idea­lis­ti­schen Träu­me zur tech­ni­schen Op­ti­mie­rung der Ge­sell­schaft, an de­nen im Si­li­con Val­ley ge­ar­bei­tet wird, schließ­lich zur Er­schaf­fung ei­nes neu­en „Über­men­schen“ und zum mög­li­chen Ende des Homo sa­pi­ens füh­ren.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 12/2017.