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SPIEGEL-Ge­spräch

„Wir brauchen Erneuerung“

Der französische Präsidentschaftskandidat Emmanuel Macron über seinen überraschenden Höhenflug, die Sehnsucht der Franzosen nach einer neuen Politik und die Notwendigkeit tief greifender Reformen in seinem Land

Kan­di­dat Ma­cron im Zug „Links und rechts sind Ka­te­go­ri­en von ges­tern“

TGV 8434, Bor­deaux–Pa­ris. Ma­cron, 39, frü­her Wirt­schafts­mi­nis­ter, jetzt Prä­si­dent­schafts­kan­di­dat, reist 2. Klas­se. Es ist sti­ckig im Ab­teil, was auch an den Ka­me­ra­teams liegt, die Ma­cron auf Schritt und Tritt be­glei­ten. Jetzt, fünf Wo­chen vor dem ers­ten Wahl­gang, ist ihm die An­stren­gung an­zu­se­hen. Em­ma­nu­el Ma­cron ist die Sen­sa­ti­on die­ses Wahl­kampfs: Vom Au­ßen­sei­ter wur­de er zu ei­nem der aus­sichts­reichs­ten Kan­di­da­ten. Denn ge­gen den Kon­ser­va­ti­ven François Fil­lon er­mit­telt die Staats­an­walt­schaft, weil er sei­ner Frau und sei­nen Kin­dern vom Staat be­zahl­te Jobs ver­schafft ha­ben soll, die sie nie aus­üb­ten. Seit­her hat Ma­cron ihn in den Um­fra­gen für den ers­ten Wahl­gang am 23. April über­holt. Auch die Rechts­po­pu­lis­tin Ma­ri­ne Le Pen liegt nur knapp vor ihm – im zwei­ten Wahl­gang wür­de er sie wohl deut­lich schla­gen. Dann könn­te Ma­cron der jüngs­te Prä­si­dent der Fünf­ten Re­pu­blik wer­den. Beim Ge­spräch im Zug­ab­teil wirkt er er­schöpft vom Wahl­kampf, aber er bleibt stets zu­ge­wandt und kon­zen­triert.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 12/2017.