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Ana­ly­se

Das Dilemma von Frau May

Ein Schottlandreferendum wäre gefährlich für die britische Regierung.

von Christoph Scheuermann

Ni­co­la Stur­ge­on hat eine po­li­ti­sche Spreng­fal­le in West­mins­ter ge­legt. Mit ih­rer An­kün­di­gung, ein zwei­tes Un­ab­hän­gig­keits­re­fe­ren­dum auf den Weg zu brin­gen, sa­bo­tiert die schot­ti­sche Mi­nis­ter­prä­si­den­tin mit vol­ler Wucht die Brex­it-Stra­te­gie der Re­gie­rung von The­re­sa May. Der Aus­tritt aus der EU ist jetzt nicht mehr nur po­li­tisch hei­kel und wirt­schaft­lich ris­kant, er wird zur Ge­fahr für das Kö­nig­reich selbst. Zwar hängt es letzt­lich von May ab, ob, wann und in wel­cher Form sie ein neu­er­li­ches Re­fe­ren­dum im Nor­den zu­lässt. Die Pre­mier­mi­nis­te­rin könn­te das Ple­bis­zit so­gar ver­wei­gern, was aber aus po­li­ti­schen Grün­den schwer mach­bar wäre. Die Na­tio­na­lis­ten im Nor­den wür­de eine To­tal­blo­cka­de aus West­mins­ter nur stär­ken. May weiß das.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 12/2017.