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My­then

Die Klinik

Die Berliner Charité ist Deutschlands größter Medizinbetrieb. 16 800 Mitarbeiter und mehr als 800 000 Patienten im Jahr unterliegen dem Druck der Ökonomisierung. Was bedeutet das für den Alltag?
Von Katja Thimm

Universitätsklinikum Charité: Klagen über chaotische Abläufe, Behandlungsfehler, mangelnde Hygiene STEFAN BONESS / DER SPIEGEL

Tief un­ten, im Kel­ler­flur, lenkt ein Mann im ro­ten Over­all ein Las­ten­fahr­rad über groß ge­mus­ter­ten Fuß­bo­den. Vor ei­ner ge­öff­ne­ten Tür hält er an. „Nach­schub!“, ruft er und schiebt ein läng­li­ches Pa­ket in den Raum. Zehn Men­schen han­tie­ren an den voll­ge­stell­ten Ti­schen, über­all Werk­zeug, ein paar de­fek­te Lam­pen, ein Be­at­mungs­ge­rät. Wie vor­ge­schrie­ben über­prü­fen sie re­gel­mä­ßig die Ge­rä­te des Un­ter­neh­mens, 71 500 sind es ins­ge­samt und die Vor­ga­ben straff, heißt es im Kel­ler: Das Ma­nage­ment er­war­te, dass der Ap­pa­rate­park zwei Jah­re län­ger hält als üb­lich. Wenn nicht, ste­he ein Ge­spräch mit dem Con­trol­ling an.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 12/2017.