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So ge­se­hen

Ganz große Kunst

Die Kandidatur des François Fillon wird zum Happening.

von Nils Minkmar

Der fei­ne Her­ren­schnei­der Ar­nys klei­det seit vie­len Jahr­zehn­ten jene fran­zö­si­schen Künst­ler und Li­te­ra­ten ein, die zu Geld ge­kom­men sind. Zu den Kun­den zähl­te auch Jean-Paul Sart­re, der sei­ne Phi­lo­so­phie aus der Be­ob­ach­tung ent­wi­ckel­te, dass Män­ner ver­ge­bens dar­auf hof­fen, ein gu­ter An­zug wür­de ihre Exis­tenz recht­fer­ti­gen. Dass der kon­ser­va­ti­ve Prä­si­dent­schafts­kan­di­dat François Fil­lon un­längst An­zü­ge bei Ar­nys schnei­dern ließ, ohne sie selbst zu be­zah­len, of­fen­bart den tie­fe­ren Sinn sei­ner Kan­di­da­tur: Es muss sich um ein Kunst­pro­jekt han­deln, um eine Hom­mage an eine Ak­ti­on des gro­ßen René Mag­rit­te. Der hat­te mal ei­nem bür­ger­li­chen Be­su­cher, den er zum Tee in sein Wohn­zim­mer bat, völ­lig un­ver­mit­telt ei­nen Fuß­tritt ver­passt – ein­fach um zu schau­en, was dann pas­siert. Nichts.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 12/2017.