Flucht­burgen des Kapi­tals

Analyse Konzerne wie Apple und Google horten riesige Geldreserven. Warum machen sie dennoch lieber Schulden, als Steuern zu bezahlen?
Von Armin Mahler

Tim Cook ver­steht die gan­ze Auf­re­gung nicht. Zu­min­dest tut er so. Der App­le-Kon­zern, den Cook lei­tet, nimmt zwölf Mil­li­ar­den Dol­lar an Schul­den auf, um da­mit eine hö­he­re Di­vi­den­de zu be­zah­len und ei­ge­ne Ak­ti­en zu­rück­zu­kau­fen. Er hät­te das Geld auch aus der ei­ge­nen Kas­se neh­men kön­nen, da hor­tet er näm­lich un­vor­stell­ba­re 216 Mil­li­ar­den Dol­lar, aber die be­fin­den sich zu 93 Pro­zent im Aus­land. Wenn er das Geld in die USA holt, muss App­le 40 Pro­zent Steu­ern zah­len. Und das will Cook nicht. Oder, um es mit sei­nen ei­ge­nen Wor­ten zu sa­gen: »Ich glau­be nicht, dass das eine sinn­vol­le Sa­che wäre.« Er hält es dem­nach für sinn­vol­ler, das Geld sinn­los in ir­gend­wel­chen Steu­er­oa­sen zu bun­kern, als dem Staat den ge­setz­lich ge­re­gel­ten An­teil zu ge­ben.

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