Endstation Bataclan

Milieus Tag für Tag chauffierte Samy Amimour den 148er-Bus durch die Pariser Banlieue. Dann jagte er sich in die Luft. Ein Roadmovie durch die Trümmerlandschaften einer verunsicherten Republik.
Von Alexander Smoltczyk und Maurice Weiss (Fotos)

Imam Chalghoumi Maurice Weiss / Der Spiegel

Der 148er-Bus der Pa­ri­ser Ver­kehrs­ge­sell­schaft RATP durch­quert die Vor­städ­te Bo­b­i­gny, Dran­cy und Le Blanc-Mes­nil, oft fahr­plan­mä­ßig und meist über­la­den. Knapp acht Ki­lo­me­ter durch die Ban­lieue, jene »Bann­mei­le«, in die sich al­les ge­flüch­tet hat an Haut­far­ben, Spra­chen, Steu­er­klas­sen, was sich die Haupt­stadt nicht leis­ten kann. Samy Ami­mour kam von hier. Er ge­hör­te dazu und dann nicht mehr. Je­den­falls ging er hin am 13. No­vem­ber und half da­bei, 89 Be­su­cher ei­nes Rock­kon­zerts hin­zu­rich­ten und Men­schen aus nächs­ter Nähe zu er­schie­ßen, die so jung wa­ren wie er. Aber zu­vor, in ei­nem an­de­ren Le­ben, hat die­ser Samy Ami­mour die­sen Bus ge­fah­ren, die Li­nie 148, als An­ge­stell­ter der RATP.

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