Der Riss

Regierung Merkels Flüchtlingsdiplomatie kommt seit Monaten kaum voran. Nun droht auf dem bevorstehenden EU-Gipfel der offene Showdown zwischen den verfeindeten Lagern.

Kanz­le­rin Mer­kel: Auf den gu­ten Wil­len der Part­ner an­ge­wie­sen

An ei­nem win­di­gen Sams­tag­mor­gen sticht An­tó­nio Ro­cha im Nor­den der grie­chi­schen In­sel Les­bos in See, um sei­nen Auf­trag aus­zu­füh­ren: die Si­che­rung der See­gren­ze zwi­schen Grie­chen­land und der Tür­kei. Ro­cha, 52 Jah­re alt und Of­fi­zier der por­tu­gie­si­schen Küs­ten­wa­che, treibt die »Tejo« ge­gen die me­ter­ho­hen Wel­len, die bei­den 350-PS-Schiffs­mo­to­ren jau­len auf. Breit­bei­nig steht er am Steu­er und hält nach Schlauch­boo­ten mit Flücht­lin­gen Aus­schau. »Nur ein Wahn­sin­ni­ger wür­de heu­te raus­fah­ren«, sagt der Mann mit Stop­pel­bart. Wahn­sin­ni­ge, oder, ge­nau­er ge­sagt, Ver­zwei­fel­te, gibt es in die­sen Ta­gen al­ler­dings ge­nug.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer SPIEGEL-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen. MIT SPIEGEL+ LESEN – GRATIS TESTEN

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 7/2016.