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SPIEGEL-Ge­spräch

Siri und der Sinn des Lebens

Der Alltag ohne Apps wird unvorstellbar, für jede Lebenslage schlagen die kleinen Programme Lösungen vor. Verändern sie Wahrnehmung und Welthaltung? Verhindern sie persönliche Entwicklung? Zwei Forscher aus den USA machen sich Gedanken.

Howard Gard­ner, Pro­fes­sor für Er­zie­hungs­wis­sen­schaf­ten an der Har­vard-Uni­ver­si­tät, Trä­ger von rund 30 wei­te­ren aka­de­mi­schen Eh­ren­ti­teln, ver­lie­hen von Hoch­schu­len in Ame­ri­ka, Eu­ro­pa und Asi­en, er­forscht seit acht Jah­ren die Wir­kun­gen, die Apps auf de­ren Nut­zer ha­ben, vor al­lem auf Kin­der und Ju­gend­li­che. Ver­än­dert sich die Psy­che? Wie bli­cken wir auf uns, wie se­hen wir an­de­re, wenn Apps mit­be­stim­men über un­ser Her­an­wach­sen, un­se­ren All­tag, un­se­re Be­zie­hun­gen? Gard­ner war ei­ner der ers­ten Wis­sen­schaft­ler, die sich grund­sätz­lich mit die­ser Fra­ge be­schäf­tigt ha­ben, wohl auch, weil ihm die­se neue Welt ur­sprüng­lich sehr fremd war. Gard­ner wur­de 1943 ge­bo­ren, in ei­ner Welt, die lang­sa­mer ge­tak­tet war. Heu­te fragt er sich, was ver­lo­ren, was ge­won­nen wur­de durch die im­men­se tech­no­lo­gi­sche Be­schleu­ni­gung der ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­te, die sich in der jüngs­ten Pha­se, dem Auf­kom­men der Apps, noch ein­mal ver­stärkt hat. Zu­sam­men mit sei­ner Kol­le­gin Ka­tie Da­vis, Lehr­be­auf­trag­te an der Uni­ver­si­tät in Se­at­tle, Ex­per­tin für ko­gni­ti­ve Wir­kun­gen di­gi­ta­ler Tech­no­lo­gi­en und deut­lich jün­ger als er, mach­te Gard­ner sich dar­an, Ant­wor­ten zu fin­den. Er er­läu­ter­te sie in sei­nem Büro in Cam­bridge, Da­vis war per Te­le­fon zu­ge­schal­tet. Sie be­such­te zum Zeit­punkt des In­ter­views ihre Fa­mi­lie auf den Ber­mu­das.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2016.