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Glos­se

Liebe in der Regen­rinne

Trübe Stimmung im Advent? Machen wir es wie die Bärtierchen!

von Philip Bethge

Es fällt schwer, in Zei­ten der an­hal­ten­den Trump-Alep­po-Er­doğan-De­pres­si­on vor­weih­nacht­li­che Ge­füh­le zu ent­wi­ckeln. Da tut es gut, dass das Bär­tier­chen Iso­hyp­si­bi­us da­stychi so freund­lich ist, uns sei­ne über­bor­den­de Lie­be zu of­fen­ba­ren. Das nach sei­ner tap­si­gen Lauf­be­we­gung be­nann­te Tier aus dem Stamm der Lang­sam­schrei­ter ist zwar kaum ei­nen Mil­li­me­ter lang, ver­fügt aber – so ha­ben es Zoo­lo­gen der Sencken­berg-Ge­sell­schaft für Na­tur­for­schung her­aus­ge­fun­den – über er­staun­li­ches Durch­hal­te­ver­mö­gen: beim Sex. Der Stu­den­tin Jana Bin­ge­mer ge­lang es, den Ge­schlechts­akt von über 30 Bär­tier­chen­paa­ren auf Vi­deo fest­zu­hal­ten. Da­bei zeig­te sich: Die acht­bei­ni­gen, gern in ver­moos­ten Re­gen­rin­nen hau­sen­den und wie Gum­mi­ted­dys aus­se­hen­den Tie­re er­ge­hen sich in reich­lich lie­be­vol­ler Zu­wen­dung. „Für uns über­ra­schend war das Vor­spiel“, be­rich­tet Bin­ge­mer, „das Männ­chen legt sich um den Kopf des Weib­chens und hält sich dort mit sei­nem ers­ten Bein­paar fest, und das Weib­chen stupst ih­ren Part­ner so lan­ge mit ih­ren sti­lett­ar­ti­gen Mund­werk­zeu­gen an, bis die­ser sei­nen Sa­men eja­ku­liert.“

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 51/2016.