Whisky trinken, Whisky predigen

Spiritualität Ein Sexskandal zerstörte vor Jahren die Karriere des katholischen Geistlichen Wolfgang Rothe, nun hat er ein Whisky-Buch geschrieben. Eine Auferstehung.

Vi­kar Ro­the in der St.-Mi­cha­el-Kir­che in Mün­chen-Per­lach: Ein Hoch­amt für Hoch­pro­zen­ti­ges

Udo Jür­gens sang einst: »Der Teu­fel hat den Schnaps ge­macht«, in ei­ner baye­ri­schen Bil­der­buch­kir­che singt ein Pries­ter an die­sem Tag das Ho­he­lied des Whis­kys. Wolf­gang Ro­the steht vor sei­ner Ge­mein­de im Münch­ner Stadt­teil Per­lach, in der St.-Mi­cha­el-Kir­che aus dem frü­hen 18. Jahr­hun­dert, in­nen ba­rock ge­schmückt, au­ßen in Weiß und Ocker ge­stri­chen. Ro­the spricht über die Hoch­zeit zu Kana, bei der der Wein aus­ging, wes­halb Je­sus Was­ser in Wein ver­wan­del­te. Sein ers­tes Wun­der. »Je­sus hat den Gäs­ten nicht ge­sagt, dass sie ge­nug Wein hät­ten, dass sie sich auch mit Was­ser ver­gnü­gen könn­ten, dass Was­ser ge­sün­der sei«, spricht Ro­the. »Nein, er hat neu­en Wein her­bei­ge­schafft. Und ich bin über­zeugt, wenn der Whis­ky aus­ge­gan­gen wäre, hät­te er auch da Ab­hil­fe ge­schaf­fen.«

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 5/2016.