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Fi­nanz­skan­da­le

Heimatlos

Als die Gier in Mode kam, in den Neunzigerjahren, zog die Deutsche Bank aus, ein Global Player zu werden. Heute, 20 Jahre später, steht sie vor dem Ruin, ein gesichtsloser Konzern, zugrunde gerichtet durch Führungskräfte mit falschen Visionen.

Deut­sche-Bank-Zen­tra­le in Frank­furt am Main

Gefall­sucht, Gier, Pro­vin­zia­li­tät, Feig­heit, Ra­bau­ken­tum, Kom­plex­be­la­den­heit, Selbst­über­schät­zung, Un­rei­fe, Ver­lo­gen­heit, In­kom­pe­tenz, Schwä­che, Hoch­mut, Ver­sa­ger­tum, De­ka­denz, Ar­ro­ganz, Bie­der­sinn, Nai­vi­tät – wer nach Grün­den für den Nie­der­gang der Deut­schen Bank sucht, darf sich aus die­ser Aus­wahl frei be­die­nen, und mit gu­tem Recht. Alle Be­grif­fe sind in Ge­sprä­chen wäh­rend ei­ner mo­na­te­lan­gen Re­cher­che über den Ab­lauf und die Ur­sa­chen des Nie­der­gangs der größ­ten deut­schen Bank ge­fal­len. Sie ist, im 146. Jahr ih­rer Ge­schich­te, ein Ge­fäß für ab­schät­zi­ge, böse Wor­te, wie sie stets fal­len, wenn Schul­di­ge für eine gro­ße Mi­se­re zu be­nen­nen sind.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 43/2016.