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Ro­ma­ne

Die Bücher unserer Zeit

Der Epochenbruch von 1989 hat alles verändert: unsere Welt, unser Leben, unsere Politik und unsere Literatur. Ein SPIEGEL-Kanon.
Von Volker Weidermann

Am An­fang des Jah­res, in dem, wie Fran­cis Fu­ku­yama mein­te, die Ge­schich­te en­de­te, wur­de in der nord­eng­li­schen Stadt Brad­ford ein Buch ver­brannt. Mehr als tau­send Mus­li­me wa­ren am 14. Ja­nu­ar 1989 zu­sam­men­ge­kom­men, um „Die sa­ta­ni­schen Ver­se“ des in In­di­en ge­bo­re­nen bri­ti­schen Au­tors Sal­man Rush­die den Flam­men zu über­ge­ben. Ihr Vor­wurf: Be­lei­di­gung des Pro­phe­ten. Am Tag da­nach nahm Eng­lands größ­te Buch­han­dels­ket­te das Buch aus den Re­ga­len. Ei­nen Mo­nat spä­ter rief der ira­ni­sche Re­vo­lu­ti­ons­füh­rer Aja­tol­lah Kho­mei­ni zur Er­mor­dung des Au­tors auf und al­ler, die zur Ver­brei­tung die­ses Wer­kes bei­tra­gen. Die zur Voll­stre­ckung auf­ge­for­der­ten Hen­ker: die Mus­li­me der gan­zen Welt. Der Auf­ruf gilt bis heu­te.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 42/2016.