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Ana­ly­se

Ein Volk von Schwer­kranken

Die Kassen bezahlen Ärzte, wenn sie Patienten besonders gebrechlich erscheinen lassen. In den meisten Fällen ist das legal.
Von Cornelia Schmergal

Es ist ein of­fe­nes Ge­heim­nis, dass die ge­setz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rer auf krea­ti­ve Wei­se ver­su­chen, Geld aus dem Ge­sund­heits­sys­tem ab­zu­grei­fen. Ärzte kön­nen dar­über viel er­zäh­len. Über Zehn-Euro-Prä­mi­en, mit de­nen Kas­sen lo­cken, da­mit die Dok­to­ren das Dia­gno­se­kreuz­chen an der rich­ti­gen Stel­le set­zen. Über Be­ra­ter, die un­ge­fragt in der Pra­xis er­schei­nen und bit­ten, Herrn Schulz oder Frau Mei­er bei der Ab­rech­nung als be­son­ders krank zu mar­kie­ren. Über un­ver­hoh­le­ne Auf­for­de­run­gen und un­sitt­li­che Über­re­dungs­ver­su­che, die nur das Ziel ha­ben, mög­lichst vie­le Pa­ti­en­ten bei der Ab­rech­nung als mög­lichst krank aus­zu­wei­sen.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 42/2016.