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Es­say

Mit oder ohne Kopf­tuch

Die Situation der Frauen in meinem Heimatland Türkei verschlechtert sich täglich. Wir müssen für unsere Freiheiten kämpfen.
Von Elif Shafak

Meine Hei­mat ist ein Land, das sich im Fluss be­fin­det, noch hat es sich nicht ge­fes­tigt. Und die­ser Fluss hat eine schwin­del­er­re­gen­de Ge­schwin­dig­keit. Fast je­den Tag, jede Wo­che ge­schieht et­was Neu­es. Wir, Mil­lio­nen Tür­ken, füh­len uns von ei­nem Groß­er­eig­nis zum nächs­ten ka­ta­pul­tiert. Wir sind eine trau­ma­ti­sier­te Na­ti­on ge­wor­den. Aber da ist kei­ne Zeit für Trau­er, für Ana­ly­sen, für Hei­lung. In ei­nem Land, in dem so viel so schnell pas­siert, bleibt nicht ein­mal Zeit für Me­lan­cho­lie. Die Tür­kei hat in den ver­gan­ge­nen zehn Jah­ren ei­nen dra­ma­ti­schen Wan­del durch­lebt. Und nir­gend­wo wird die­ser Wan­del so of­fen­bar wie bei den Frau­en und der Be­schnei­dung ih­rer Rech­te und Frei­hei­ten. In­ter­na­tio­na­le Ana­lys­ten schen­ken dem we­nig Be­ach­tung. Aber wer ver­ste­hen möch­te, was ge­ra­de in die­sem Land ge­schieht, der muss sich die Si­tua­ti­on der Frau­en hier an­schau­en.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 40/2016.