»Das ist sehr frustrierend«

TV-Debatten SWR-Chefredakteur Fritz Frey, 57, kritisiert SPD und Grüne. Sie hatten den Sender genötigt, die AfD auszuladen.

Jour­na­list Frey

Es war eine lan­des­po­li­ti­sche Ket­ten­re­ak­ti­on: Der SWR hat­te ge­plant, zu den so­ge­nann­ten Ele­fan­ten­run­den vor den Land­tags­wah­len in Rhein­land-Pfalz und Ba­den-Würt­tem­berg auch Ver­tre­ter der AfD ein­zu­la­den. Als die Re­gie­rungs­par­tei­en SPD und Grü­ne er­klär­ten, in kei­ne TV-Sen­dung mit AfD-Ver­tre­tern zu ge­hen, gab der Sen­der das Vor­ha­ben auf. Dar­auf­hin woll­te die rhein­land-pfäl­zi­sche CDU-Spit­zen­kan­di­da­tin Ju­lia Klöck­ner nicht mehr teil­neh­men. Ver­fas­sungs­recht­ler räu­men der AfD gute Chan­cen im Fal­le ei­ner Kla­ge ge­gen die Ent­schei­dung des SWR ein: »Jede Par­tei, die re­el­le Chan­cen auf Ein­zug in den Land­tag hat, muss sich an der Fern­seh­de­bat­te be­tei­li­gen dür­fen«, sagt Ex-Ver­fas­sungs­ge­richts­prä­si­dent Hans-Jür­gen Pa­pier. »Die AfD an den Kat­zen­tisch zu ver­ban­nen be­deu­tet eine Ver­let­zung ih­rer Chan­cen­gleich­heit.« Par­tei­en­recht­ler Mar­tin Mor­lok kri­ti­siert den SWR: »Zur Rund­funk­frei­heit ge­hört auch die Ver­ant­wor­tung, sich nicht von Re­gie­rungs­par­tei­en zur Ände­rung ei­nes Sen­dungs­kon­zepts er­pres­sen zu las­sen.«

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