>

Jus­tiz

Sehr deutsche Fragen

Das Finanzgericht Berlin-Brandenburg hat entschieden: Der Technoclub Berghain macht Kultur.

War­ten­de vor dem Berg­hain in Ber­lin „Der Ka­na­di­er schaff­te es glück­li­cher­wei­se“

Vor zwei­ein­halb Jah­ren be­kam ich eine ge­heim­nis­vol­le Mail. Die Be­trei­ber des Ber­li­ner Tech­no­clubs Berg­hain, ei­gent­lich da­für be­kannt, dass sie nie­mals In­ter­views ge­ben, woll­ten sich mit mir tref­fen. Sie hat­ten ein Pro­blem, stell­te sich her­aus, ei­nen Streit mit dem Fi­nanz­amt über die Höhe der Um­satz­steu­er, die sie für ihre Ein­tritts­gel­der ab­füh­ren soll­ten. Bis 2008 hat­ten sie den er­mä­ßig­ten Satz von 7 Pro­zent be­zahlt, der für Kul­tur­ver­an­stal­tun­gen gilt. Seit­dem aber ver­lang­te das Fi­nanz­amt 19 Pro­zent, den Satz für Un­ter­hal­tungs­ver­an­stal­tun­gen. Da­ge­gen hat­te das Berg­hain ge­klagt. Ich aber hat­te auch ein Pro­blem. In sei­ner Be­grün­dung stütz­te sich das Fi­nanz­amt näm­lich auf eine lan­ge Pas­sa­ge aus ei­nem Buch über die Ber­li­ner Tech­no­kul­tur – das ich ge­schrie­ben hat­te. Miss­ver­stan­den wird man oft. Aber nicht vom Fi­nanz­amt. Und wenn doch, dann nicht in der Fra­ge: Ist das Kunst, oder kann das weg? – dem Klas­si­ker der Kul­tur­kri­tik.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer SPIEGEL-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 37/2016.