»Keinen Kobold im Kopf«

Hirnforschung Mit seinen historischen Experimenten schaffte der Neurologe Lüder Deecke scheinbar den freien Willen ab. Er selbst hält dies für ein zynisches Missverständnis.

De­ecke

Jah­re­lang wa­ren vie­le Hirn­for­scher da­von über­zeugt, dass der Mensch kei­nen frei­en Wil­len habe; viel­mehr tref­fe das Un­ter­be­wusst­sein die Ent­schei­dun­gen. Vor Kur­zem zeig­ten nun Ex­pe­ri­men­te des Ber­li­ner Hirn­for­schers John-Dy­lan Hay­nes, dass der freie Wil­le wohl doch mehr ist als eine Il­lu­si­on (SPIEGEL 15/​2016). Bei Hay­nes' Ver­su­chen soll­te ein Com­pu­ter an­hand von Hirn­strö­men er­ken­nen, wann im Un­ter­be­wusst­sein von Test­per­so­nen eine Ent­schei­dung reift. Die Pro­ban­den soll­ten den Com­pu­ter über­lis­ten, in­dem sie sich be­wusst um­entschie­den – was er­staun­lich oft ge­lang. Hay­nes' In­ter­pre­ta­ti­on: Das Un­be­wuss­te mag Ent­schei­dun­gen vor­be­rei­ten, doch das Be­wusst­sein be­hält eine Art Ve­to­recht. Wir ha­ben dem­nach ei­nen frei­en Un-Wil­len.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 34/2016.