>

Per­so­na­lien

X plus Sex gleich Y

Na­tio­nal­spie­ler Bas­ti­an Schwein­stei­ger, 31, und die ser­bi­sche Ten­nis­spie­le­rin Ana Iva­no­vić, 28, fei­er­ten ihre Hoch­zeit mit über 300 Gäs­ten in Ve­ne­dig, das Paar strahl­te, wie es sich ge­hört – aber wird ihr Glück auch Be­stand ha­ben? Wenn es nach dem Jour­na­lis­ten John Tier­ney und dem Wis­sen­schaft­ler Garth Sun­dem geht, kann man die wahr­schein­li­che Dau­er der Ehe von Pro­mi­nen­ten vor­aus­sa­gen: mit­hil­fe be­stimm­ter Pa­ra­me­ter. Be­rück­sich­tigt wer­den bei der nicht ganz ernst ge­mein­ten Me­tho­de un­ter an­de­rem die Sum­me der Le­bens­jah­re der Prot­ago­nis­ten und der Sex-Ap­peal der Frau. Bei ih­ren Stu­di­en ka­men die bei­den Ame­ri­ka­ner zu dem Schluss, dass Ju­gend und vor al­lem zu viel weib­li­che Ero­tik ei­ner lan­gen Ehe ab­träg­lich sind. Den Sex-Fak­tor er­mit­telt der Sta­tis­ti­ker Sun­dem un­ter Ein­satz von Goog­le: Je mehr Tref­fer eine Su­che nach der Frau in „li­bi­do­an­re­gen­der Klei­dung“ er­zielt, des­to hö­her ist der ne­ga­ti­ve Ein­fluss auf die Be­zie­hung. Füt­tert man die Such­ma­schi­ne der Ein­fach­heit hal­ber mit dem Na­men und dem Ad­jek­tiv „sexy“, er­hält man bei Ana Iva­no­vić mehr als 800 000 Tref­fer, mit „Brit­ney Spears sexy“ über 400 Mil­lio­nen. Spears hei­ra­te­te im Al­ter von 22 Jah­ren gleich zwei­mal: ein­mal ei­nen gleich­alt­ri­gen Mann (macht 44 Jah­re), dann ei­nen 26-jäh­ri­gen (48 Jah­re). Die eine Ehe wur­de nach 55 Stun­den an­nul­liert, die an­de­re zer­brach nach 2 Jah­ren. Herr und Frau Schwein­stei­ger zäh­len zu­sam­men 59 Jah­re – herz­li­chen Glück­wunsch!

Star unterm Radar

Fil­me mit dem Hol­ly­wood­schau­spie­ler Chris Pine, 35, ("Un­stopp­able: Au­ßer Kon­trol­le“ oder „Kill the Boss 2") ha­ben welt­weit schon deut­lich mehr als zwei Mil­li­ar­den Dol­lar ein­ge­spielt und ihn zu ei­nem hoch be­zahl­ten Star ge­macht. Dass ihn auf der Stra­ße den­noch kaum je­mand er­kennt, fin­det er groß­ar­tig. Er sei sehr dank­bar da­für, dass er auf der Ska­la des Ruhms noch ziem­lich weit un­ten lie­ge und nach wie vor un­ge­stört durch Parks fla­nie­ren kön­ne, sag­te er der „Sun­day Times“. Mög­li­cher­wei­se än­dert sich das in den nächs­ten Ta­gen, denn kom­men­den Don­ners­tag läuft sein neu­er Film „Star Trek Bey­ond“ an. Der in Los An­ge­les ge­bo­re­ne Pine spielt zum drit­ten Mal den jun­gen Cap­tain Kirk, der mit der Crew sei­nes Raum­schiffs En­t­er­pri­se am Ran­de des Uni­ver­sums Aben­teu­er be­steht. Der „Sun­day Times“ ver­riet Pine das Ge­heim­nis sei­ner man­geln­den Be­kannt­heit. Er mei­det so­zia­le Netz­wer­ke wie Twit­ter oder Ins­ta­gram. „Ich will nicht un­nö­tig Auf­merk­sam­keit er­re­gen. Die­se Art von Nähe zu Men­schen brau­che ich nicht.“

Eliz­a­beth II. mit May

Kunst des Küssens

Die Ze­re­mo­nie heißt seit Ur­zei­ten im hö­fi­schen Jar­gon „kis­sing hands“ und soll die Ehr­er­bie­tung des Po­li­ti­kers ge­gen­über dem Mon­ar­chen aus­drü­cken. Kö­ni­gin Eliz­a­beth II., 90, hat dar­in lang­jäh­ri­ge Rou­ti­ne. 13 de­si­gnier­te Pre­mier­mi­nis­ter sind in ih­rer Re­gie­rungs­zeit nun schon im Pa­last vor­stel­lig ge­wor­den, um sich den Auf­trag ab­zu­ho­len, eine Re­gie­rung zu bil­den. Erst da­nach, so ist es Brauch, sind sie im Amt. Al­ler­dings muss seit vie­len Jah­ren nie­mand mehr dem Sou­ve­rän tat­säch­lich die Hän­de küs­sen. Und so ging The­re­sa May, 59, nur be­son­ders tief ins Knie, um ih­rer zier­li­chen Queen den ge­büh­ren­den Re­spekt zu er­wei­sen. Ein Hand­kuss un­ter Frau­en ist heu­te oh­ne­hin un­üb­lich. Er ist eine in­ti­me Ges­te, die die Dame ei­nem Herrn ge­währt. Die Lady gibt durch ihre Hand­hal­tung zu er­ken­nen, ob sie den char­man­ten Ana­chro­nis­mus er­war­tet. Män­ner, die die Hand ei­ner Dame ruck­ar­tig in Kinn­hö­he rei­ßen und mit ei­nem Schmat­zer be­feuch­ten, ma­chen sich ei­nes Stil­bruchs schul­dig, soll­ten sie da­bei die Ein­hal­tung von Re­geln des ge­ho­be­nen ge­sell­schaft­li­chen Ver­kehrs an­stre­ben. Gu­tes An­schau­ungs­ma­te­ri­al für die Kunst des Küs­sens bie­tet Prinz Charles, 67, wenn er sei­ner Mut­ter die Hand küsst: läs­sig und bei­na­he all­täg­lich.

Opfer düpiert

Auf Dienst­rei­se in Chi­le mach­te Joa­chim Gauck, 76, ver­gan­ge­ne Wo­che kei­ne glück­li­che Fi­gur. Ein­zel­ge­sprä­che mit An­ge­hö­ri­gen ver­schwun­de­ner Op­fer des be­rüch­tig­ten Sek­ten­dorfs „Co­lo­nia Di­g­n­i­dad“ hat­te er von vorn­her­ein ab­ge­lehnt. Doch es kam zu ei­ner un­frei­wil­li­gen Be­geg­nung mit ei­nem ehe­ma­li­gen „Co­lo­nia“-Tä­ter beim Emp­fang in der Re­si­denz des deut­schen Bot­schaf­ters: mit Rein­hard Zeit­ner. Zeit­ner war im Ja­nu­ar 2013 in ei­nem Ver­fah­ren, bei dem es um sys­te­ma­ti­schen se­xu­el­len Miss­brauch ging, we­gen Kin­des­ent­zie­hung zu drei Jah­ren Haft ver­ur­teilt wor­den. Win­fried Hem­pel, Rechts­an­walt der Op­fer: „Mit uns will er nicht spre­chen, mit den Tä­tern stößt er an. Wir sind ge­schockt.“

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer SPIEGEL-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 29/2016.