Ple­biszit des Grauens

Leitartikel Das Brexit-Votum lehrt, wie leicht die direkte Demokratie missbraucht werden kann.

Boris John­son hat­te stets ein spie­le­ri­sches Ver­hält­nis zur Macht. In sei­ner Uni­ver­si­täts­zeit soll sich der kon­ser­va­ti­ve Po­li­ti­ker als So­zi­al­de­mo­krat aus­ge­ge­ben ha­ben, um bes­se­re Chan­cen in der Stu­den­ten­ge­werk­schaft zu ha­ben. Als Jour­na­list kri­ti­sier­te er mit Vor­lie­be EU-Ge­set­ze, die es nicht gab. Und als die Welt am letz­ten Wo­chen­en­de rät­sel­te, wie es zu dem über­ra­schen­den Raus-aus-Eu­ro­pa-Ent­scheid hat­te kom­men kön­nen, er­klär­te der An­füh­rer des Brex­it-La­gers das his­to­ri­sche Vo­tum von 17 Mil­lio­nen Bri­ten kur­zer­hand zum Nicht-Er­eig­nis. Erst mal, so be­fand der frü­he­re Lon­do­ner Bür­ger­meis­ter, »wird sich gar nichts än­dern«.

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