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Ly­rik­kri­tik

Ich bin's, Brecht

Im Kriegssommer 1918 stellte sich der später weltberühmte Dichter mit Versen vor. Erst jetzt erscheinen sie.

Der jun­ge Bert im Som­mer 1918. Die Welt stürzt ein, und er be­sucht an der Uni­ver­si­tät Mün­chen das Se­mi­nar „Prak­ti­sche Übun­gen in li­te­ra­ri­scher Kri­tik“. Klar soll­te auch er, der da­mals 20-jäh­ri­ge Eu­gen Bert­hold Fried­rich Brecht, der sich spä­ter Ber­tolt nann­te, in den Krieg zie­hen. Aber er tat al­les, um das zu ver­hin­dern. Trank vor der Mus­te­rung kü­bel­wei­se Kaf­fee, um sein schwa­ches Herz wei­ter zu schwä­chen. Das half nichts. Er war „ver­wen­dungs­fä­hig“. Also schrieb sein Va­ter an die Kom­mis­si­on, der Sohn sol­le doch bit­te sein Stu­di­um fort­set­zen dür­fen, „Hoch­ach­tungs­vollst! B. Brecht, Fa­brik­di­rek­tor“.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 26/2016.