»Bereit, alles niederzu­brennen«

SPIEGEL-Gespräch Der Moskauer Philosoph Alexander Zipko war unter Gorbatschow ein Vordenker der Perestroika. Heute glaubt er, dass Russland in die Hände verrückt gewordener Patrioten gefallen ist.

Pu­tin-Kri­ti­ker Zip­ko in sei­ner Mos­kau­er Woh­nung: »Das Land lei­det un­ter ei­nem man­geln­den Rea­li­täts­sinn«

Zip­ko, Jahr­gang 1941, ar­bei­tet im In­sti­tut für in­ter­na­tio­na­le Wirt­schaft und Po­li­tik an der Rus­si­schen Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten. In den Acht­zi­ger­jah­ren ge­hör­te er zur Pe­res­troi­ka-Be­we­gung um Mi­ch­ail Gor­bat­schow. Zip­ko war we­gen sei­ner Sym­pa­thi­en für die pol­ni­sche So­li­dar­ność vom KGB ob­ser­viert wor­den und hat auch in Ja­pan und den USA ge­ar­bei­tet. Gor­bat­schows Nach­fol­ger Bo­ris Jel­zin bot ihm mehr­fach Mi­nis­ter­pos­ten an, die Zip­ko we­gen des­sen ge­walt­sa­men Vor­ge­hens ge­gen die Op­po­si­ti­on ab­lehn­te. Die Über­nah­me des Prä­si­den­ten­amts durch Pu­tin be­grüß­te er, heu­te ist er ei­ner der schärfs­ten öf­fent­li­chen Kri­ti­ker des Kreml.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 23/2016.