Falsche Armut

Illustrationen Wie eine inszenierte Fotoserie unser Bild von bedürftigen Kindern prägt

Es sind Bil­der, die trau­rig und be­trof­fen ma­chen. Ein etwa sechs Jah­re al­tes Mäd­chen steht in­mit­ten ei­ner Plat­ten­bau­sied­lung, die Wän­de sind mit Graf­fi­ti be­schmiert. Das Kind sieht nie­der­ge­schla­gen aus, es hält eine Pup­pe im Arm, die zwei ver­schie­de­ne Söck­chen trägt. Auf ei­nem der Fo­tos wühlt das Mäd­chen in ei­nem Müll­ei­mer. Viel­leicht, weil es hung­rig ist. Es gibt auch Bil­der ei­nes Jun­gen, er ist et­was jün­ger und wohnt of­fen­bar im sel­ben Vier­tel. Er sitzt nach­denk­lich her­um, ne­ben ihm liegt Müll, er wür­de gern Fuß­ball spie­len, aber der alte Le­der­ball, den er un­ter dem Arm trägt, ist lei­der platt.

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