Wohnfläche

Ein Zim­mer mehr für je­den Deut­schen. Es gibt vie­le Ent­wick­lun­gen, bei de­nen schwer zu ent­schei­den ist, ob sie nun po­si­tiv oder ne­ga­tiv sind und, je nach­dem, für wen. Der sin­ken­de Al­ko­hol­kon­sum der Deut­schen, an die­ser Stel­le frü­her be­han­delt, ist gut für die Volks­ge­sund­heit, aber schlecht für Brau­er und Win­zer. Für die Dau­er die­ses Bei­trags ge­hen wir von der An­nah­me aus, dass die wach­sen­de Wohn­flä­che pro Per­son in Deutsch­land eine gute Sa­che ist – für die Be­woh­ner, für die Bau­wirt­schaft, für Putz­per­so­nal­agen­tu­ren. Für die Na­tur viel­leicht nur be­dingt. Je­den­falls: Von 1972 bis 2014 hat sich die durch­schnitt­li­che Wohn­flä­che pro Ein­woh­ner in Deutsch­land an­nä­hernd ver­dop­pelt, von 26,4 auf 46,5 Qua­drat­me­ter. 20 Qua­drat­me­ter mehr für je­den! Ein gro­ßes Kin­der­zim­mer da­zu­ge­won­nen! Auch der re­la­ti­ve Woh­nungs­be­stand ist enorm ge­stie­gen, von 214 Woh­nun­gen oder Häu­sern pro 1000 Ein­woh­ner im Jahr 1950 auf rund 500 in der Ge­gen­wart. Wie be­engt die Ver­hält­nis­se in der vom Krieg ge­zeich­ne­ten jun­gen Bun­des­re­pu­blik noch wa­ren, zeigt sich auch dar­an, dass sich 1950 im Durch­schnitt 4,7 Per­so­nen eine Wohn­ein­heit teil­ten; heu­te sind es noch 2. Dem Grün­zeug bleibt, üb­ri­gens, trotz­dem ge­nug Platz: 52 Pro­zent der Flä­che Deutsch­lands sind Agrar­land, 31 Pro­zent sind Wald.

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