Frauen und Männer

Geschlechter Sexualität ist politisch. Das ist in der arabischen Welt nicht anders als in Russland und den Vereinigten Staaten von Amerika.
Von Slavoj Žižek

En­ter­tai­ne­rin Con­chi­ta Wurst „Das Bild ei­ner bär­ti­gen Dame hat eine poe­ti­sche, ge­ra­de­zu un­heim­li­che Schön­heit“

In den so­zia­len Netz­wer­ken Pa­läs­ti­nas fand, vom Wes­ten un­be­ach­tet, eine in­ter­es­san­te De­bat­te statt. Im Zen­trum stan­den zwei Fi­gu­ren: Mo­ham­med As­saf und Ta­mer Na­far. As­saf ist ein Pop­sän­ger aus Gaza, be­liebt nicht nur bei Pa­läs­ti­nen­sern, son­dern in der ge­sam­ten ara­bi­schen Welt. Un­ter­stützt wird er von der Pa­läs­ti­nen­si­schen Au­to­no­mie­be­hör­de, die ihn zum Kul­tur­bot­schaf­ter Pa­läs­ti­nas er­nannt hat, und in­zwi­schen so­gar von der Ha­mas. Er singt mit wun­der­ba­rer Stim­me ori­en­ta­lisch-opu­len­te Pop­songs über Lie­be und Pa­trio­tis­mus. Ab­ge­se­hen von sei­ner Sym­pa­thie für den pa­läs­ti­nen­si­schen Frei­heits­kampf ist er eine Fi­gur des Kon­sen­ses, die sich nicht ein­mischt in die Aus­ein­an­der­set­zun­gen der po­li­ti­schen La­ger. Kürz­lich er­klär­te As­saf in ei­nem In­ter­view, er wür­de es sei­ner Schwes­ter nicht er­lau­ben, vor Män­nern zu sin­gen. Er wol­le die Tra­di­ti­on be­wah­ren.

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