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Flücht­lin­ge

„Heute bin ich ja noch da“

Sie kamen allein aus Afghanistan und Iran nach Berlin. Was sie erlebten, schrieben die Jugendlichen auf – berührende Zeilen über Todesangst, Fremdheit und Sehnsucht.

Ma­nu­skrip­te in der Schreib­werk­statt für Flücht­lin­ge in Ber­lin

In Län­dern wie Af­gha­nis­tan und Iran gel­ten Ge­dich­te als das kol­lek­ti­ve Ge­dächt­nis der Völ­ker. Alle Men­schen schrei­ben dar­an mit, ob arm oder reich, ob es Freu­di­ges oder Tra­gi­sches zu be­rich­ten gibt, er­zählt wird in Ver­sen und poe­ti­schen Ge­schich­ten. Ein Ber­li­ner Work­shop woll­te das dich­te­ri­sche Ta­lent von Ju­gend­li­chen aus dem per­si­schen Sprach­raum we­cken: 14- bis 18-Jäh­ri­ge, die sich al­lein nach Eu­ro­pa durch­ge­schla­gen ha­ben – al­le­samt Jun­gen, die Fa­mi­li­en schi­cken in der Re­gel nicht die Töch­ter. In dem Ver­an­stal­tungs­zen­trum„BOX Frei­raum“ tra­gen sie am Diens­tag, 17. Mai, ei­ni­ge Wer­ke vor; dort hat­ten die Ju­gend­li­chen über fünf Mo­na­te ein­mal pro Wo­che mit ih­ren Men­to­ren ge­spro­chen, dem Rechts­an­walt Aarash D. Span­ta, dem ehe­ma­li­gen Uno-Of­fi­zier An­dre­as Jö­de­cke und der SPIEGEL-Re­dak­teu­rin Su­san­ne Ko­elbl. Die Ju­gend­li­chen schrie­ben ihre Tex­te auf Dari. Men­tor Span­ta, Sohn ei­nes In­tel­lek­tu­el­len und ehe­ma­li­gen Au­ßen­mi­nis­ters Af­gha­nis­tans, über­setz­te sie. Eine Aus­wahl:

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