»Für mich ist diese Geschichte real«

Theater In Bielefeld spielen junge Asylbewerber und deutsche Jugendliche ein Stück über die Judenverfolgung im »Dritten Reich« – und verarbeiten so heutige Fluchterfahrungen.

Probenszene aus »Ich kam allein – Kindertransporte« OLIVER KRATO / Der Spiegel

Wütend stampft der jun­ge Mann in Kni­cker­bo­ckern mit den Fü­ßen auf die Büh­ne. »Wo­hin sol­len wir ge­hen?«, ruft Tamim An­sa­ry. Er ist 20 Jah­re alt und aus Af­gha­nis­tan nach Bie­le­feld ge­flo­hen. Kon­zen­triert ach­tet er auf die deut­schen Wor­te, sie stam­men aus ei­nem Ro­man von Ilse Aichin­ger; fast schreit er sie hin­aus in den Thea­ter­raum. Auch die Ju­gend­li­chen ne­ben ihm ru­fen laut. Plötz­lich stoppt Re­gis­seur Ha­rald Otto Schmid die Sze­ne. Tamim An­sa­ry blin­zelt er­staunt, so tief ist er in sei­ne Rol­le ver­sun­ken.

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