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Kul­tur

Tra­di­ti­ons­ge­schäft in New York

Bild­bän­de

La­den­schluss

Man fin­det sie noch, zwi­schen den glit­zern­den Fas­sa­den der App­le Stores, Guc­ci-Shops und H&M-Fi­lia­len in New York City: die win­zi­gen Lä­den mit ih­ren an­ge­mo­der­ten Mar­ki­sen und voll­ge­stell­ten Schau­fens­tern, die Sü­ßig­kei­ten ver­kau­fen oder Zi­gar­ren oder auch Schwei­ne­hälf­ten. Ende der Neun­zi­ger­jah­re hat das Fo­to­gra­fen­paar Kar­la und Ja­mes Mur­ray be­gon­nen, die schöns­ten Fas­sa­den und Schau­fens­ter die­ser Tra­di­ti­ons­lä­den New Yorks auf­zu­spü­ren und fest­zu­hal­ten. Nach „Store Front“ von 2009 und „New York Nights“ von 2012 ist nun mit „Store Front II – A His­to­ry Pre­ser­ved“ ihr drit­ter und wo­mög­lich letz­ter Bild­band zum The­ma er­schie­nen – denn bald dürf­te von die­sem al­ten New York nicht mehr viel üb­rig sein. In ei­ner Stadt, in der ein Qua­drat­me­ter La­den­mie­te bis zu 40 000 Dol­lar im Mo­nat kos­tet, ha­ben die klei­nen, oft fa­mi­li­en­geführ­ten Be­trie­be kaum noch eine Chan­ce ge­gen die mul­ti­na­tio­na­len Ket­ten. Zwei Drit­tel der Lä­den aus dem ers­ten Band gibt es heu­te nicht mehr; aus dem neu­en Ex­em­plar sind schon etwa 20 Pro­zent ver­schwun­den, noch be­vor das Buch her­aus­ge­kom­men ist. So wirkt die­ses Werk wie eine Rei­se in eine Welt, die es bald nicht mehr gibt – und wie ein Auf­ruf, ein Stück da­von zu ret­ten.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 50/2015.