Per­so­na­lien

Goldstück

Das bri­ti­sche Mo­del Cara De­le­ving­ne, 23, be­rühmt für mar­kan­te Au­gen­brau­en, scheint ei­nen Plan zu ha­ben: Geld ver­die­nen, noch mehr Geld ver­die­nen – und dann mal wei­ter­schau­en. Sie ließ jetzt wis­sen, dass sich der Ver­mö­gens­wert ih­rer Fir­ma Cara & Co von Fe­bru­ar 2014 bis Ja­nu­ar 2015 mehr als ver­fünf­facht habe, von rund ei­ner auf über fünf Mil­lio­nen Euro. Das zwei­fa­che »Mo­del of the Year« der Bri­tish Fa­shion Awards soll laut »For­bes« im Zeit­raum Juni 2014 bis Juni 2015 vor Steu­ern 8,5 Mil­lio­nen Euro ein­ge­nom­men ha­ben. Es heißt, ihr Ta­ges­satz be­tra­ge um die 12 000 Euro. Sie ar­bei­tet für La­bels wie Bur­ber­ry, Cha­nel oder Fen­di. In die­sem Jahr schloss De­le­ving­ne wei­te­re hoch do­tier­te Ver­trä­ge ab, mit Mar­ken wie Tag Heu­er, Karl La­ger­feld oder Man­go. Au­ßer­dem ka­men 2015 zwei Spiel­fil­me mit ihr in die Ki­nos: »Mar­gos Spu­ren« und »Pan«. Dass sie vor drei Mo­na­ten an­ge­kün­digt hat, das Mo­deln auf­zu­ge­ben, weil sie sich auf die Schau­spie­le­rei kon­zen­trie­ren wol­le, passt ins Bild: Im Ja­nu­ar be­gin­nen die Dreh­ar­bei­ten von Luc Bes­sons Sci­ence-Fic­tion-Film »Va­le­ri­an – Die Stadt der tau­send Pla­ne­ten«, in dem sie eine Haupt­rol­le spie­len soll.

Feuer zu Eis

Wie man ei­nen US-Prä­si­den­ten ab­blit­zen lässt, kann sich Bun­des­kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel in der TV-Se­rie »Ma­dam Se­creta­ry« des US-Sen­ders CBS an­schau­en. Chan­cel­lor Frie­da Schulz (Be­cky Ann Baker, 62) zeigt in ei­ner Epi­so­de dem Prä­si­den­ten auf ei­nem EU-Gip­fel­tref­fen schon zur Be­grü­ßung die kal­te Schul­ter: »Eu­ro­pa ist nicht län­ger an ame­ri­ka­ni­scher Hil­fe in­ter­es­siert.« Als der Be­su­cher aus Wa­shing­ton spä­ter an Be­ra­tun­gen der Eu­ro­pä­er über die Grie­chen­land­kri­se teil­neh­men will, ver­sucht die fik­ti­ve Kanz­le­rin so­gar, ihn aus dem Raum zu wer­fen: »Sie sind hier nicht will­kom­men«, teilt Mer­kel ali­as Schulz dem mäch­tigs­ten Mann der Welt mit, »Sie ha­ben nicht ge­nü­gend Au­to­ri­tät, um un­se­re Auf­merk­sam­keit zu be­an­spru­chen.« Frau Schulz plä­diert da­für, die Grie­chen aus der Eu­ro­zo­ne zu wer­fen. Dem Film­prä­si­den­ten Con­rad Dal­ton (Keith Carra­di­ne) ge­lingt es zwar im letz­ten Mo­ment, die Eu­ro­kri­se zu ent­schär­fen. Über die deut­sche Re­gie­rungs­che­fin macht er sich aber kei­ne Il­lu­si­on: »So­gar wenn sie nett lä­chelt, ge­lingt es ihr, aus Feu­er Eis zu ma­chen.«

Ich leuchte, also bin ich

Die Kö­ni­gin von Groß­bri­tan­ni­en, Eliz­a­beth II., 89, hält sich ei­sern an ihre Ma­xi­me: »Ich muss ge­se­hen wer­den, da­mit die Leu­te an mei­ne Exis­tenz glau­ben.« So er­klär­te sie der­einst den tie­fe­ren Sinn ih­rer zahl­rei­chen, auf den ers­ten Blick viel­leicht manch­mal ba­nal wir­ken­den öf­fent­li­chen Auf­trit­te, bei de­nen sie sich stets kö­nig­lich in Sze­ne zu set­zen weiß. In Bir­ming­ham er­schien die Mon­ar­chin ver­gan­ge­ne Wo­che zur Wie­der­er­öff­nung ei­nes Bahn­hofs, des­sen Sa­nie­rung üb­ri­gens über eine Mil­li­ar­de Euro ge­kos­tet hat, fol­ge­rich­tig mit ei­nem schrei­end pink­far­be­nen Hut und gleich­far­bi­gem Kom­plet, das in sei­ner Leucht­kraft aufs Schöns­te mit dem gif­ti­gen Grün der Hal­tes­tan­ge in dem Stra­ßen­bahn­wag­gon kon­tras­tier­te, den die Queen be­gut­ach­te­te. Das Wet­ter in Bir­ming­ham er­for­der­te zu­dem den Ein­satz ei­nes Schirms. Eliz­a­beth wähl­te wei­se ein durch­sich­ti­ges Plas­tik­mo­dell mit pink­far­be­ner Bor­dü­re – und stell­te so ihre Sicht­bar­keit et­was har­mo­ni­scher als zu­vor si­cher.

Bilderbuch-Bärte

Zu den Wun­dern, die nur das In­ter­net voll­brin­gen kann, ge­hört, dass sich plötz­lich über­all auf der Welt die Men­schen über die Bil­der der Bär­te zwei­er bes­ter Freun­de aus Port­land, Ore­gon, freu­en. Joh­na­than und Bri­an, bei­de 25, be­trei­ben zu­sam­men den Ins­ta­gram-Ac­count The Gay Be­ards, der das de­ko­ra­ti­ve Po­ten­zi­al des Voll­barts fei­ert. Sie ste­cken sich zur all­ge­mei­nen Ver­zü­ckung Blu­men in die Ge­sichts­haa­re, Moos oder Herbst­laub. Sie ver­zie­ren ih­ren Bart mit Zu­cker­streu­seln, Par­ty­schirm­chen oder Glit­zer, was sich als so über­zeu­gend er­wie­sen hat, dass der so­ge­nann­te Glit­ter- Be­ard um­ge­hend zum Trend er­klärt wur­de und Joh­na­than und Bri­an zu Stars der so­zia­len Netz­wer­ke auf­stie­gen. In­sta­fa­me ist, wenn mehr als 120 000 Fol­lo­wer neue Va­ri­an­ten dei­nes Voll­barts se­hen wol­len. Joh­na­than und Bri­an be­trei­ben auch ei­nen YouTube-Ka­nal, auf dem sie über Schwie­rig­kei­ten beim Co­m­ing-out re­den, Bart­pfle­ge­tipps ge­ben oder der Welt eine Schritt-für-Schritt-An­lei­tung zum Glit­zer­b­art zur Ver­fü­gung stel­len. Wenn die Zei­ten schon trüb sind, sol­len die Bär­te glit­zern!

Wladimir Putin

63, rus­si­scher Prä­si­dent, lässt ei­nen Hun­de­wel­pen für sich wer­ben. Nach­dem der Tod der Po­li­zei­hün­din Die­sel wäh­rend der Anti-Ter­ror-Raz­zia im Pa­ri­ser Vor­ort Saint-De­nis in so­zia­len Netz­wer­ken über­wäl­ti­gen­de Auf­merk­sam­keit er­regt hat­te, be­kam das rus­si­sche In­nen­mi­nis­te­ri­um Or­der, ei­nen jun­gen Schä­fer­hund nach Frank­reich zu schi­cken. Bis Do­bry­nia ein­satz­be­reit ist, wird noch et­was Zeit ver­ge­hen. Pu­tins Image pro­fi­tier­te so­fort: In On­line­kom­men­ta­ren aus al­ler Welt wird die Ges­te als sen­si­bel und herz­er­wär­mend ge­prie­sen.

Erica Jong

73, ame­ri­ka­ni­sche Schrift­stel­le­rin, de­ren Best­sel­ler »Angst vorm Flie­gen« (1973) als Klas­si­ker der fe­mi­nis­tisch-ero­ti­schen Li­te­ra­tur gilt, kam mit ih­rem neu­en Buch auf die Short­list des »Bad Sex in Fic­tion Award«, ei­ner Er­fin­dung des bri­ti­schen Ma­ga­zins »Li­tera­ry Re­view«. Jongs Ro­man »Angst vorm Ster­ben« er­scheint im kom­men­den Fe­bru­ar auf Deutsch und kon­kur­riert mit sie­ben an­de­ren Wer­ken. Gute Chan­cen, 2015 für die schlech­tes­te li­te­ra­ri­sche Sex­sze­ne aus­ge­zeich­net zu wer­den, hat of­fen­bar Mor­ris­sey, ehe­ma­li­ger Sän­ger der Band The Smiths, mit sei­nem Ro­man­de­büt »List of the Lost«. Die Ent­schei­dung wird am 1. De­zem­ber in Lon­don be­kannt ge­ge­ben.

Jay-Z

45, Rap­per, hat 100 000 Dol­lar an den ehe­ma­li­gen Pro­fi­bo­xer Os­car De La Hoya ge­zahlt. Der Mu­si­ker hat­te ge­wet­tet, dass Mi­guel Cot­to den Welt­meis­ter­schafts­kampf im Mit­tel­ge­wicht ge­gen Ca­ne­lo Álva­rez ge­win­nen wür­de. Der Ex­sport­ler hielt da­ge­gen – und Álva­rez sieg­te. Os­car De La Hoya sag­te dem On­line­dienst TMZ, er wer­de die Sum­me an ein Kran­ken­haus in Los An­ge­les spen­den: »Ich glau­be nicht, dass Jay-Z sich freut, 100 000 Dol­lar ver­lo­ren zu ha­ben, aber er kann sich da­mit trös­ten, dass das Geld ei­nem gu­ten Zweck dient.«

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