»Groß­artig«

TV-Kritik Die Kulturmagazine des Fernsehens sind zu Dauerwerbesendungen für neue Bücher, Filme und Ausstellungen geworden.

Immer sonn­tags, ge­gen 23 Uhr, stimmt das ARD-Ma­ga­zin »Ti­tel, The­sen, Tem­pe­ra­men­te« ("ttt") den Zu­schau­er auf die neue Wo­che ein – mit No­vi­tä­ten des Kul­tur­be­triebs. An ei­nem Sonn­tag Mit­te No­vem­ber wa­ren das zum Bei­spiel: eine neue Stra­win­ski-CD der Di­ri­gen­tin Alon­dra de la Par­ra, die in dem Be­richt zur Aus­nah­me­fi­gur un­ter den vie­len Män­nern am Pult er­klärt wird, »sie wirft mit Le­bens­freu­de um sich«, heißt es eu­pho­risch; ein Por­trät der Lon­do­ner Ma­le­rin Ly­net­te Yia­dom-Boakye, »ihre Ölge­mäl­de sind Ex­plo­sio­nen«, ver­spricht der Be­gleit­kom­men­tar, »Samm­ler und Ga­le­ris­ten« wür­den sich »um ihre Wer­ke rei­ßen«; und schließ­lich eine Bio­gra­fie des skur­ri­len Er­fin­ders Ralf Steeg, der eine an­geb­lich ge­nia­le Ma­schi­ne zur Was­ser­rei­ni­gung ent­wi­ckelt hat, die aber lei­der von igno­ran­ten Bü­ro­kra­ten in ih­rem Wert nicht er­kannt wer­de.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 49/2015.