»Literatur hat keine Armee«

SPIEGEL-Gespräch Salman Rushdie über die Kunst, im Angesicht des Terrors zu leben

Rush­die

Rush­die, 68, emp­fängt in sei­ner Sui­te im Ritz-Carl­ton am Pots­da­mer Platz in Ber­lin. Seit knapp drei Mo­na­ten ist er in der Welt un­ter­wegs, um sein neu­es Buch vor­zu­stel­len(*). Er reist ohne Po­li­zei­schutz, ohne Leib­wäch­ter. Im Fe­bru­ar 1989 rief der da­ma­li­ge ira­ni­sche Re­vo­lu­ti­ons­füh­rer Aja­tol­lah Kho­mei­ni zu Rush­dies Tö­tung auf, weil er, so der Vor­wurf, in sei­nem Ro­man »Die sa­ta­ni­schen Ver­se« den Pro­phe­ten be­lei­digt habe. Kho­mei­ni ist tot, doch es gibt im­mer noch is­la­mis­ti­sche Kräf­te, die Rush­die nach dem Le­ben trach­ten. Seit 16 Jah­ren kommt er ohne Schutz aus, er be­wegt sich frei und lebt in New York. Sein neu­er Ro­man, des­sen Näch­te im Ti­tel sich auf 1001 sum­mie­ren, ist ein in­ter­ga­lak­ti­sches Su­per­mär­chen über den Krieg zwi­schen der Welt des Glau­bens und der Welt der Ver­nunft, von ei­nem enor­men Op­ti­mis­mus und gro­ßer Spott­lust ge­tra­gen. Der Schöp­fer die­ses Buchs lacht wäh­rend des Ge­sprächs in sei­ner Sui­te in Ber­lin viel und laut.

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