»Ich muss das Land zusammen­halten«

Afghanistan Präsident Ashraf Ghani fordert mehr Hilfe für seine Heimat, in der die Taliban stärker werden, während Zehntausende in Richtung Europa fliehen.

Staats­chef Gha­ni vor dem Prä­si­den­ten­pa­last in Ka­bul: »Wenn al-Qai­da die Ver­si­on 2.0 des Ter­rors war, dann ist der IS die Ver­si­on 5.0«

Seit gut ei­nem Jahr ist Gha­ni , 66, Prä­si­dent Af­gha­nis­tans. Sei­ne Wahl wur­de über­schat­tet von Fäl­schungs­vor­wür­fen, die der Ge­gen­kan­di­dat Ab­dul­lah Ab­dul­lah er­hob. Gha­ni hat in den USA An­thro­po­lo­gie stu­diert und im Aus­land ge­lebt, war bei der Welt­bank, Kanz­ler der Uni­ver­si­tät von Ka­bul und Fi­nanz­mi­nis­ter. Er emp­fängt im Prä­si­den­ten­pa­last von Ka­bul, in ei­nem Büro, in dem gut zwölf Jah­re lang Ha­mid Kar­zai re­si­dier­te. Die Mö­bel sind die­sel­ben, der Geist ist ein völ­lig an­de­rer: Kar­zai war volks­nah, Gha­ni da­ge­gen wirkt zu­rück­hal­tend, fast scheu. Wäh­rend des Ge­sprächs lässt er die Per­len sei­ner Ge­bets­ket­te durch die Hand lau­fen, ein­mal geht er zwi­schen­durch be­ten.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 49/2015.