Vater außer Kontrolle

Strafjustiz Ein Mann schlägt seinen Sohn fast tot. Viele sahen die Gefahr, allen voran die Mutter des Kindes. Doch keiner griff ein.

An­ge­klag­ter Sa­scha K. (M.) mit Ver­tei­di­ger Ja­co­bi (r.): »Wer­den Sie dann zum Mons­ter?«

Der Mann, den Mi­ri­am B. hei­ra­ten will, hat ih­ren Sohn zu ei­nem Pfle­ge­fall ge­prü­gelt. Er hat den drei Mo­na­te al­ten Ja­mie-Dean im Suff ge­packt, ge­schüt­telt, ge­rüt­telt, bis des­sen Hirn­rin­de zer­stört war. Ja­mie-Dean kann seit je­nem An­griff nicht mehr se­hen, er kann nicht mehr hö­ren, er kann nicht mehr schlu­cken, nicht al­lein at­men. Er wird mit­hil­fe ei­ner Ma­gen­son­de er­nährt, se­diert, und alle paar Stun­den wird sein klei­ner Kör­per ge­dreht, da­mit er sich nicht wund liegt. Ja­mie-Dean ve­ge­tiert auf der Pal­lia­tiv­sta­ti­on ei­nes Heims vor sich hin.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer SPIEGEL-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen. MIT SPIEGEL+ LESEN – GRATIS TESTEN

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 49/2015.