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SPIEGEL-Streit­ge­spräch

„Wer ist hier der Souverän?“

Die Wirtschaftspolitiker Robert Habeck (Grüne) und Friedrich Merz (CDU) debattieren die Massenproteste gegen das geplante TTIP-Abkommen, die Macht der Verbraucher und die Frage, ob es appetitlich ist, Hühnchen durch ein Chlorbad zu ziehen.

Ha­beck, Merz

Seit gut zwei Jah­ren rin­gen die EU-Kom­mis­si­on und die Re­gie­rung der Ver­ei­nig­ten Staa­ten um ein weit­rei­chen­des Han­dels­ab­kom­men, das ei­nen ein­heit­li­chen Wirt­schafts­raum für mehr als 800 Mil­lio­nen Ver­brau­cher schaf­fen soll. Die Trans­at­lan­tic Tra­de and In­vest­ment Part­nership (TTIP) sieht die na­he­zu voll­stän­di­ge Ab­schaf­fung der Zöl­le zwi­schen den USA und Eu­ro­pa vor, ein­heit­li­che Stan­dards für zahl­rei­che Bran­chen so­wie eine grö­ße­re Rechts­si­cher­heit für In­ves­to­ren. Die Be­für­wor­ter hof­fen auf stei­gen­des Wirt­schafts­wachs­tum an bei­den Ufern des At­lan­tiks; die Geg­ner da­ge­gen fürch­ten, dass der ge­plan­te Ver­trag Um­welt- oder Ge­sund­heits­stan­dards sen­ken könn­te. Fried­rich Merz, 60, bis 2009 ei­ner der pro­fi­lier­tes­ten Wirt­schafts­po­li­ti­ker der CDU im Bun­des­tag, ar­bei­tet heu­te als An­walt der Kanz­lei May­er Brown in Düs­sel­dorf. Ro­bert Ha­beck, 46, ist Um­welt­mi­nis­ter in Schles­wig-Hol­stein und be­wirbt sich um die Grü­nen-Spit­zen­kan­di­da­tur für die nächs­ten Bun­des­tags­wah­len.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 48/2015.