Wir Live-Gläu­bigen

Essay Auch wenn es gar nichts Neues mehr zu berichten gibt, giert das Publikum nach immer neuen Fakten. Das bedroht die journalistische Suche nach der Wahrheit.
Von Sascha Lobo

Es ist schwer, die po­ten­zi­el­le Macht ei­nes Live-Vi­de­os zu über­schät­zen. Das ahnt je­der, der am 11. Sep­tem­ber 2001 vor dem Fern­seh­ge­rät den ers­ten mas­sen­me­dia­len Echt­zeit­an­schlag mit­er­le­ben muss­te. Oder soll­te man lie­ber ge­schmack­lo­ser-, aber ehr­li­cher­wei­se sa­gen: mit­er­le­ben durf­te? Die­ses iko­ni­sche Live-Mas­sa­ker, der wah­re Be­ginn des 21. Jahr­hun­derts, war ein Akt des Ter­rors. Doch zu­gleich mar­kier­te es eine Zei­ten­wen­de der Öffent­lich­keit.

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