»Es geschieht überall«

Rassismus Die Soziologin Alice Goffman hat anderthalb Jahre in einem Viertel gelebt, das von Schwarzen bewohnt wird. Übergriffe der Polizei seien fester Bestandteil des Lebens dort, sagt sie.

So­zio­lo­gin Goff­man

Acht Schüs­se wa­ren es, die der wei­ße Po­li­zist Mi­cha­el Sla­ger am ers­ten Sams­tag im April in North Charles­ton auf den Schwar­zen Wal­ter Scott ab­gab - in schnel­ler Fol­ge, von hin­ten und ganz ohne Not. Vier Ku­geln tra­fen den Un­be­waff­ne­ten in den Rü­cken, er starb am Tat­ort, zu­vor leg­te ihm sein Mör­der si­cher­heits­hal­ber noch Hand­schel­len an. Weil es ein Han­dy-Vi­deo von der Tat und da­mit ein­deu­ti­ge Be­wei­se gibt, wird der Po­li­zist nun we­gen Mor­des an­ge­klagt. Das ist die Aus­nah­me. 50 Jah­re nach den Er­fol­gen der Bür­ger­rechts­be­we­gung füh­len sich Schwar­ze in den USA noch im­mer be­droht von Po­li­zei­ge­walt, be­läs­tigt von per­ma­nen­ten Kon­trol­len.

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