Briefe

Sein Leben, sein Tod

Nr. 15/2015 Die Schuldfrage - Pilot Andreas Lubitz - Krankheit und Massenmord

»De­pres­si­on hin oder her: Lubitz konn­te sich als ge­fähr­de­ter Mensch er­ken­nen oder hät­te sich als sol­cher er­ken­nen müs­sen - aber er än­der­te nichts an sei­ner töd­li­chen Ent­schei­dung.«

Ungefähr auf Augenhöhe

Nr. 14/2015 Altkanzler Gerhard Schröder lobt im SPIEGEL-Gespräch den Reichskanzler Otto von Bismarck und dessen Russland-Politik

Ganz ab­ge­se­hen da­von, dass sich Au­gust Be­bel im Grab um­dre­hen wür­de, wenn er mit­be­kä­me, dass aus­ge­rech­net ein so­zi­al­de­mo­kra­ti­scher Kanz­ler Bis­marck über den grü­nen Klee lobt: Die Russ­land-Po­li­tik Bis­marcks taugt schwer­lich als Vor­bild für die Ge­gen­wart. Haupt­zweck der Bünd­nis­se mit Russ­land war die Iso­la­ti­on Frank­reichs, das kei­nen po­ten­ten Bünd­nis­part­ner fin­den soll­te. Bin­de­glied war das ge­mein­sa­me In­ter­es­se an der Nie­der­hal­tung Po­lens. Nach Bis­marcks Ab­gang brach das gan­ze mitt­ler­wei­le fra­gil ge­wor­de­ne Ge­bil­de wie ein Kar­ten­haus zu­sam­men.

Scheuklappen für Schüler

Nr. 13/2015 Das Kopftuch-Urteil von Karlsruhe verlagert das Problem an die Schulen; Nr. 14/2015 Die deutsch-afghanische Lehrerin Fereshta Ludin, »die mit dem Kopftuch«, schreibt über ihr Leben

Schon ein­mal be­an­stan­de­te das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt re­li­giö­se Sym­bo­le in deut­schen Schu­len, mit dem Kru­zi­fix-Ur­teil. Und jetzt ein Ja zum Kopf­tuch, ei­nem re­li­giö­sen Sym­bol für die Un­ter­drü­ckung der Frau im Is­lam? Bei Tren­nung von Kir­che und Staat ge­hö­ren Glau­bens­sym­bo­le nur in kon­fes­sio­nel­le Schu­len.

Tagtäglich missbraucht

Nr. 14/2015 Der Kampf der Liebesdamenlobby um das neue Gesetz

Der Ar­ti­kel be­ginnt end­lich ein­mal auf­zu­zei­gen, wie sich die Po­li­tik von den Lob­by­ver­bän­den be­ein­flus­sen lässt. Bei der Pro­sti­tu­ti­ons­ge­setz­ge­bung rühmt sie sich, die »Be­trof­fe­nen« ein­zu­be­zie­hen, doch wer sich ih­nen da prä­sen­tiert, sind die Pro­fi­teu­re der Pro­sti­tu­ti­on wie Bor­dell­be­trei­be­rin­nen. Na­tür­lich si­chern die­se ihre fi­nan­zi­el­len In­ter­es­sen. Die Ent­wür­di­gung und Zer­stö­rung der Frau­en in der Pro­sti­tu­ti­on wird über­gan­gen, ge­leug­net oder glo­ri­fi­ziert. Die zer­stö­re­ri­sche Wir­kung von Pro­sti­tu­ti­on auf die Ge­sell­schaft, die Dar­stel­lung der Frau als Ware - all das ist un­er­träg­lich. Und es ist mehr als pein­lich, in ei­nem Land zu le­ben, das in­ter­na­tio­na­le Übe­r­ein­kom­men zur Prä­ven­ti­on und Be­kämp­fung der Pro­sti­tu­ti­on voll­kom­men igno­riert.

Korrektur

zu Heft 15/​2015, Sei­te 144 »Per­so­na­li­en":

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 16/2015.