Das Versprechen

Migration Die Zahl der Flüchtlinge in Deutschland steigt weiter, 250 000 sollen in diesem Jahr kommen, 80 000 mehr als im vergangenen Jahr. Wie geht eine Stadt, die sich dem Anstand verpflichtet hat, mit dieser Situation um?
Von Uwe Buse

Flücht­lin­ge in Müns­ter

Die Bus­se kom­men ver­läss­lich, un­er­bitt­lich, im­mer am Vor­mit­tag. Mal ist es ei­ner, mal sind es zwei, sie brin­gen Män­ner, Frau­en, Kin­der und Grei­se nach Müns­ter, Flücht­lin­ge aus Sy­ri­en, dem Irak, dem Ko­so­vo, aus Afri­ka. Man­che wa­ren wo­chen­lang un­ter­wegs, an­de­re mo­na­te- oder jah­re­lang, ihre Odys­see en­det jetzt und hier, vor dem So­zi­al­amt der Stadt, auf dem Park­strei­fen. Die Men­schen ste­hen dort mit ih­ren Kof­fern, Plas­tik­tü­ten, Smart­pho­nes in der Hand und bli­cken auf die frem­de Stadt, ihre neue Hei­mat. Sie ha­ben Müns­ter nicht ge­wählt, die Stadt wur­de ih­nen zu­ge­wie­sen, und auch Müns­ter hat nicht um Flücht­lin­ge ge­be­ten. Sie hat, wie alle Kom­mu­nen Deutsch­lands, ihr Kon­tin­gent zu ak­zep­tie­ren. Es ist kei­ne idea­le Be­zie­hung, es gibt kei­ne ein­fa­chen Lö­sun­gen.

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