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Bahn bekommt Kerngeschäft nicht in den Griff

Der Kun­den­schwund im Fern­ver­kehr der Deut­schen Bahn hat sich im ver­gan­ge­nen Jahr be­schleu­nigt. Wie aus den Un­ter­la­gen für die Auf­sichts­rats­sit­zung in der kom­men­den Wo­che her­vor­geht, nutz­ten nur noch rund 129 Mil­lio­nen Fahr­gäs­te das IC- und ICE-An­ge­bot des Staats­kon­zerns. Das sind fast zwei Mil­lio­nen we­ni­ger als 2013. Trotz der Preis­er­hö­hun­gen ging auch der Um­satz im Kern­ge­schäft des Un­ter­neh­mens auf vier Mil­li­ar­den Euro zu­rück. Das Er­geb­nis vor Steu­ern und Zin­sen (Ebit) brach so­gar um ein Drit­tel auf 212 Mil­lio­nen Euro ein. Grob ge­rech­net ver­dien­te die Bahn da­mit pro Fahr­gast ge­ra­de ein­mal 1,60 Euro. Noch schlech­ter lief es beim tra­di­tio­nel­len Sor­gen­kind Schen­ker Rail. Das Um­satz­ziel des Schie­nen­gü­ter­ver­kehrs (5,2 Mil­li­ar­den Euro) wur­de mit 4,9 Mil­li­ar­den Euro klar ver­fehlt, mit 46 Mil­lio­nen Euro lag das Be­triebs­er­geb­nis deut­lich un­ter dem Vor­jah­res­wert. Die er­hoff­te Trend­wen­de im Deutsch­land-Ge­schäft der Spar­te trat auch 2014 nicht ein, statt des avi­sier­ten Er­geb­nis­ses vor Steu­ern und Zin­sen von 15 Mil­lio­nen stand ein Ver­lust von 12 Mil­lio­nen Euro. Die schlech­ten Zah­len im Per­so­nen- und Gü­ter­ver­kehr ma­chen sich auch in der Ge­samt­bi­lanz be­merk­bar: Mit 39,7 Mil­li­ar­den Euro ver­fehl­te der Kon­zern das Um­satz­ziel um fast zwei Mil­li­ar­den Euro. Das Vor­ha­ben von Kon­zern­chef Rü­di­ger Gru­be, das Ge­schäfts­vo­lu­men bis 2020 auf 70 Mil­li­ar­den Euro zu er­hö­hen, rückt da­mit in wei­te Fer­ne.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 12/2015.