Republik ohne Volk

Ukraine In den Separatistengebieten herrscht Anarchie, örtliche Kommandeure haben die Macht an sich gerissen und kämpfen auf eigene Rechnung - wie in der Kosakenrepublik Stachanow.

Kon­troll­pos­ten der Ko­sa­ken nörd­lich von Stach­a­now

Grau und trüb ist die­ser De­zem­ber­mor­gen, an dem 700 Ko­sa­ken in das Kul­tur­haus der Stadt Stach­a­now ein­rü­cken. Sie kom­men von der Front, die Waf­fen schwei­gen heu­te, bis­lang je­den­falls, die Kriegs­par­tei­en ha­ben ei­nen »Tag der Stil­le« aus­ge­ru­fen. Sie las­sen sich in ih­ren Fel­d­uni­for­men auf samt­ro­te Ses­sel fal­len, rie­chen nach La­ger­feu­er, die Ka­lasch­ni­kow klem­men sie zwi­schen die Knie.

Auf der Büh­ne steht ihr Kom­man­deur Pa­wel Drjo­mow. Der ge­lern­te Mau­rer war einst Un­ter­of­fi­zier der so­wje­ti­schen Ar­mee. Jetzt nennt er sich »Ge­ne­ral­ma­jor der Ko­sa­ken­na­tio­nal­gar­de des All­mäch­ti­gen Don-Hee­res« und ver­teilt Or­den und Me­dail­len an sei­ne Kämp­fer. Kräf­ti­ge Män­ner mit gro­ben Ge­sich­tern ste­hen vor ihm, frü­her ha­ben sie in der Schwer­in­dus­trie und in den Berg­wer­ken ge­ar­bei­tet.

»Ich gra­tu­lie­re euch zum Waf­fen­still­stand«, ruft Drjo­mow. Sei­ne Un­ter­ge­be­nen bre­chen in schal­len­des Ge­läch­ter aus. »Wie vie­le die­ser Waf­fen­still­stän­de ha­ben wir schon er­lebt?«, sagt der Ge­ne­ral. Und über­haupt, die­ser sei ja in Lu­hansk aus­ge­han­delt wor­den, der gel­te gar nicht für sie, hier, in der Ko­sa­ken­re­pu­blik Stach­a­now.

Die Stadt liegt im Os­ten der Ukrai­ne, 60 Ki­lo­me­ter west­lich von Lu­hansk. So wie in der Nach­bar­pro­vinz Do­nezk ha­ben die Se­pa­ra­tis­ten im Früh­jahr auch im Lu­hans­ker Ge­biet eine »Volks­re­pu­blik« aus­ge­ru­fen und sich für un­ab­hän­gig er­klärt. Seit­her füh­ren sie Krieg ge­gen Kiew, und Kiew führt Krieg ge­gen sie.

Stach­a­now war einst eine be­rühm­te Stadt, be­nannt nach dem Hau­er Ale­xej Stach­a­now, der hier 1935 ei­nen Welt­re­kord auf­stell­te, als er in nur ei­ner Schicht 102 Ton­nen Koh­le för­der­te und die Norm um das 13-fa­che über­traf. Sta­lin mach­te ihn zum so­wje­ti­schen Vor­zei­ge­ar­bei­ter. Stach­a­now starb als ein­sa­mer Al­ko­ho­li­ker, doch das lu­xu­riö­se Kul­tur­haus, das ihm zu Eh­ren er­rich­tet wur­de, steht noch im­mer. An­sons­ten ist die Stadt zu ei­nem un­ge­pfleg­ten Pro­vinz­nest ver­kom­men. 92 000 Ein­woh­ner hat­te Stach­a­now bis Kriegs­be­ginn, 70 000 von ih­nen sind an­geb­lich noch da.

Die Ab­sur­di­tät des Krie­ges

Foto-Es­say Dmitry Be­lia­kov ist ei­ner der we­ni­gen Fo­to­gra­fen, die noch im Don­bass ar­bei­ten. Für den SPIEGEL hat er sei­ne wich­tigs­ten Bil­der aus der Re­gi­on aus­ge­wählt und kom­men­tiert.

Jetzt ha­ben die Ko­sa­ken das Sa­gen, sie ha­ben ihre ei­ge­ne Volks­re­pu­blik pro­kla­miert, die von Lu­hansk aus­ge­ru­fe­ne er­ken­nen sie nicht an. Das Ge­biet sei »his­to­ri­scher Bo­den der Don-Ko­sa­ken«, die hier schon im 15. Jahr­hun­dert ge­lebt hät­ten. Nicht die »Lu­hans­ker Volks­re­pu­blik« sei zu­erst da ge­we­sen, son­dern sie, die Ko­sa­ken, sagt ihr Ober­haupt, Ata­man Ni­ko­laj Ko­si­zyn. In Stach­a­now hat er Ge­ne­ral Drjo­mow als Statt­hal­ter ein­ge­setzt. Nach des­sen An­ga­ben hal­ten die Ko­sa­ken im Ge­biet von Lu­hansk »72 Pro­zent der Front ge­gen das Kie­wer Re­gime«.

Die Don-Ko­sa­ken ha­ben also mit­ten in der um­strit­te­nen »Lu­hans­ker Volks­re­pu­blik« ihre ei­ge­ne um­strit­te­ne Re­pu­blik ge­grün­det. Da­mit sind sie nicht nur ein Pro­blem für Kiew und für die von Mos­kau un­ter­stütz­ten Se­pa­ra­tis­ten - sie sind ein Pro­blem für Russ­land selbst. Denn die Ko­sa­ken und an­de­re selbst­stän­dig agie­ren­de Feld­kom­man­deu­re ha­ben die Re­gi­on in­zwi­schen un­re­gier­bar ge­macht. Ihre Kämp­fer plün­dern, in vie­len Or­ten herrscht An­ar­chie, vor al­lem aber leh­nen die ab­trün­ni­gen Se­pa­ra­tis­ten ei­nen Frie­den mit dem Rest der Ukrai­ne ab. Sie kämp­fen wei­ter für die Grün­dung ei­nes un­ab­hän­gi­gen »Neu-Russ­lands«, das bis nach Char­kiw und Odes­sa rei­chen soll.

So hat es die »Lu­hans­ker Volks­re­pu­blik« nicht nur mit den auf­säs­si­gen Ko­sa­ken von Stach­a­now zu tun. In der In­dus­trie­stadt Alt­schewsk ha­ben sich gleich vier Ba­tail­lons­kom­man­deu­re selbst­stän­dig ge­macht und tun, was sie wol­len. In der »Volks­re­pu­blik Do­nezk« wie­der­um hat ein Se­pa­ra­tis­ten­füh­rer un­weit der Ge­biets­haupt­stadt die »Gor­low­ker Volks­re­pu­blik« aus­ge­ru­fen. Und auch in Do­nezk selbst sind die Macht­ver­hält­nis­se un­ge­klärt.

Der Kreml muss nun fürch­ten, dass die selbst er­nann­ten Re­bel­len die Ost­ukrai­ne end­gül­tig ins Cha­os trei­ben - und er die Kon­trol­le über Tei­le der Se­pa­ra­tis­ten­ge­bie­te ver­liert. Doch dann könn­te Mos­kau sie nicht mehr als He­bel ge­gen Kiew be­nut­zen. Um das zu ver­hin­dern, hat der Kreml Emis­sä­re ent­sandt, die all­zu ei­gen­sin­ni­ge Se­pa­ra­tis­ten zur Rä­son brin­gen sol­len. Durch Zu­re­den, mit Geld oder not­falls mit Ge­walt. Die Ak­ti­on lei­tet laut der Mos­kau­er Zei­tung No­wa­ja ga­se­ta ein Ge­ne­ral der rus­si­schen Ar­mee.

Be­reits meh­re­re Se­pa­ra­tis­ten­füh­rer wur­den aus dem Ver­kehr ge­zo­gen: Igor Strel­kow, frü­he­rer »Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter« und größ­ter Scharf­ma­cher der »Do­nez­ker Volks­re­pu­blik«, wur­de nach Mos­kau ab­be­ru­fen, der Chef der »Gor­low­ker Volks­re­pu­blik« auf die Krim ge­schickt. Auch Ko­sa­ken­ober­haupt Ata­man Ko­si­zyn, der im Som­mer OSZE-Be­ob­ach­ter als Gei­seln ge­nom­men hat­te, ver­schwand vor ei­ni­gen Ta­gen - und tauch­te dann im rus­si­schen No­wot­scher­kassk wie­der auf. Und in der Nacht zum 28. No­vem­ber er­schos­sen vier schwer be­waff­ne­te Män­ner aus Lu­hansk in dem Städt­chen An­tra­zyt, un­weit von Stach­a­now, den ört­li­chen Ko­sa­ken­füh­rer so­wie des­sen Stell­ver­tre­ter.

»Es wa­ren Leu­te vom rus­si­schen In­lands­ge­heim­dienst FSB«, sagt Kom­man­deur Ser­gej Bon­da­ren­ko, der die An­grei­fer fest­ge­nom­men hat. Er habe bei ih­nen rus­si­sche Ar­mee­do­ku­men­te ge­fun­den, de­nen zu­fol­ge sie ei­ner Spe­zi­al­ein­heit na­mens »Kaw­kas« (Kau­ka­sus) an­ge­hör­ten. Der Po­li­zei­chef der Stadt kün­dig­te eine Un­ter­su­chung an, aber vor ei­ni­gen Ta­gen wur­den die Ver­haf­te­ten heim­lich aus der Stadt ge­schafft. Bon­da­ren­ko hat­te ge­ra­de Be­such von ei­nem Ver­tre­ter des FSB, das Ge­spräch hat lan­ge ge­dau­ert. Ein­zel­hei­ten will Bon­da­ren­ko nicht nen­nen, doch es ging wohl dar­um, dass sich die Ko­sa­ken end­lich Lu­hansk un­ter­stel­len.

In Stach­a­now sind sie noch nicht so weit, dort leis­ten die Män­ner mit den schwarz-ro­ten Pa­pa­chi, den tra­di­tio­nel­len Ko­sa­ken­müt­zen, den Macht­ha­bern in Lu­hansk wei­ter­hin Wi­der­stand. Die Fra­ge ist al­ler­dings, wie lan­ge sie noch ge­dul­det wer­den, nicht nur von Mos­kau, son­dern vor al­lem von der ört­li­chen Be­völ­ke­rung. Denn die Ko­sa­ken­füh­rer ha­ben nichts, wo­mit sie ihre klei­ne Re­pu­blik am Le­ben hal­ten könn­ten.

In Per­wo­ma­jsk, nörd­lich von Stach­a­now ge­le­gen, ist am Tag zu­vor eine Gra­na­ten­sal­ve der Ukrai­ner ein­ge­schla­gen, die Stel­lun­gen der ukrai­ni­schen Ar­mee sind nur drei Ki­lo­me­ter ent­fernt. In der Stra­ße des »40. Jah­res­ta­ges des Sie­ges« sind sie ge­ra­de da­bei, die To­ten zu ber­gen, eine Frau und ihre Toch­ter. Die bei­den sa­ßen vor dem Fern­se­her, als eine Ra­ke­te die Haus­wand auf Höhe der drit­ten Eta­ge weg­riss.

Rent­ner vor der Stach­a­no­wer Haupt­post: »Geld aus Russ­land«

Das Heiz­werk ge­gen­über wur­de vor zwei Ta­gen von Gra­na­ten be­schä­digt. Die klei­ne Schuh­fa­brik da­hin­ter ist aus­ge­brannt, eben­so die neue Bap­tis­ten­kir­che. Der Kin­der­gar­ten wur­de ge­trof­fen, kaum ein Plat­ten­bau ist un­ver­sehrt, meh­re­re klei­ne Ein­fa­mi­li­en­häu­ser sind ein­ge­stürzt, bei ei­nem brennt ge­ra­de der Dach­stuhl ab. Strom gibt es nur, weil die Ko­sa­ken die Lei­tun­gen je­den Tag aufs Neue fli­cken. Flie­ßen­des Was­ser gibt es kaum, alle Lä­den sind ge­schlos­sen.

Die Füh­rung der Volks­re­pu­blik las­se ab­sicht­lich kei­ne Hilfs­pa­ke­te zu den Ko­sa­ken nach Stach­a­now durch. »Sie wol­len uns hier weg­ha­ben, wir stö­ren sie«, sagt Ko­sa­ken­kom­man­dant Je­w­ge­nij Ischt­schen­ko und droht: »Wir kön­nen un­se­re Waf­fen ganz leicht auch in die an­de­re Rich­tung dre­hen - in Rich­tung Lu­hansk!«

Zur glei­chen Zeit sitzt Ge­ne­ral Drjo­mow im Stu­dio des ört­li­chen Fern­seh­sen­ders und muss Fra­gen be­ant­wor­ten, die er nicht be­ant­wor­ten kann. Wo sei­en die um­ge­rech­net 500 000 Euro ge­blie­ben, von der Füh­rung der »Lu­hans­ker Volks­re­pu­blik« nach Stach­a­now über­wie­sen, da­mit end­lich Ren­ten an die 76 000 Pen­sio­nä­re des Ge­biets ge­zahlt wer­den kön­nen? Er wis­se nichts von die­sem Geld, sagt Drjo­mow.

Und wo sei­en die Hilfs­gü­ter des ach­ten hu­ma­ni­tä­ren Kon­vois aus Russ­land ge­blie­ben? »Auch von de­nen habe ich nichts ge­se­hen«, sagt der Ge­ne­ral. Dann fragt er wü­tend zu­rück: »Wo ist denn die­ser neue Staat, wann be­ginnt er zu ar­bei­ten? Ohne uns Ko­sa­ken könn­te er nicht mal sein ei­ge­nes Ter­ri­to­ri­um ver­tei­di­gen.« Es ist of­fen­sicht­lich, dass Lu­hansk kei­ne Lie­fe­run­gen mehr nach Stach­a­now durch­lässt, weil es den Ko­sa­ken nicht traut. Sie wür­den sich der Koh­le be­mäch­ti­gen, die in den Berg­wer­ken der Ge­gend ge­för­dert wird, so heißt es, de­ren Ab­trans­port in den feind­li­chen Teil der Ukrai­ne or­ga­ni­sie­ren und ab­kas­sie­ren.

Ko­sa­ken­ge­ne­ral Drjo­mow »Un­ser Volk wird aus­ge­plün­dert«

Fragt man den Ko­sa­ken­ge­ne­ral Drjo­mow da­nach, wird er laut. Es sei ge­nau an­ders­her­um, pol­tert er: Die Füh­rung der »Lu­hans­ker Volks­re­pu­blik« wür­de Schwarz­han­del mit dem Feind be­trei­ben, um so an drin­gend be­nö­tig­tes Geld zu kom­men. Jede Nacht wür­den über den Ei­sen­bahn­kno­ten­punkt Frun­se Züge mit Stein­koh­le und Me­tall ans Schwar­ze Meer fah­ren. »Dort wird die Fracht ver­la­den und per Schiff nach Odes­sa ge­bracht, wo sie als Im­port aus Süd­afri­ka de­kla­riert und nach Kiew ge­schafft wird«, sagt der Ko­sa­ken­ge­ne­ral. »Ich habe den Ein­druck, dass un­ser Volk aus­ge­plün­dert wird.«

Wer ver­mag schon zu sa­gen, wo in die­sem Kon­flikt die Trenn­li­nie zwi­schen Wahr­heit und Lüge ver­läuft? Schließ­lich ist auch der von Mos­kau ge­stütz­te und jüngst vom Volk »ge­wähl­te« Chef der »Lu­hans­ker Volks­re­pu­blik« kein un­be­schrie­be­nes Blatt. Er war Of­fi­zier der So­wjet­ar­mee, dann Ge­schäfts­mann, im Früh­jahr be­setz­te er mit sei­nem »Volks­be­frei­ungs­ba­tail­lon Sar­ja« (Mor­gen­rö­te) Lu­hansk. Spä­ter hat er den ukrai­ni­schen Prä­si­den­ten Pe­tro Po­ro­schen­ko »nach al­tem sla­wi­schem Brauch« zum Du­ell ge­for­dert - um auf die­se Wei­se den Krieg zu be­en­den.

All das je­doch ist den Ein­woh­nern von Stach­a­now egal, sie sind am Ende ih­rer Kräf­te. Was die Se­pa­ra­tis­ten an­ge­rich­tet ha­ben, kann man be­ob­ach­ten, wenn sich mor­gens um neun die Tü­ren der Haupt­post an der Dscher­sch­in­ski-Stra­ße öff­nen. Seit An­fang De­zem­ber wird hier we­nigs­tens ein Teil der seit Mo­na­ten über­fäl­li­gen Ren­ten an die Be­woh­ner von Stach­a­now aus­ge­zahlt. Alte Frau­en und Män­ner prü­geln und drän­geln, um in die Post vor­ge­las­sen zu wer­den, sie wei­nen, brül­len, schrei­en. Es sind Men­schen, die ihr Le­ben lang ge­ar­bei­tet ha­ben und seit Som­mer vom Er­spar­ten le­ben. Die sich die im­mer teu­re­ren Le­bens­mit­tel nicht mehr leis­ten kön­nen und jetzt ta­ge­lang in Käl­te und Schnee vor der Post aus­har­ren, weil das aus­ge­zahl­te Geld oft nur bis Mit­tag reicht.

»Ich kann Ih­nen ganz of­fen sa­gen: Es ist rus­si­sches Geld, das da aus­ge­zahlt wird«, sagt Ser­gej Schew­la­kow, der Bür­ger­meis­ter, der im Haus ge­gen­über sitzt. »Da­für bin ich Wla­di­mir Pu­tin sehr, sehr dank­bar.« Denn Kiew habe die Ban­ken ge­schlos­sen und die Geld­au­to­ma­ten ab­ge­stellt. Der Stadt gehe es dre­ckig, sagt der Bür­ger­meis­ter, der von den Ko­sa­ken ein­ge­setzt wur­de: »Die Wag­gon­fa­brik und das Stahl­werk ar­bei­ten nicht mehr, die Berg­wer­ke sind zu, fast die Hälf­te al­ler Ärzte ist ge­flo­hen.«

War­um er nicht eben­falls ge­gan­gen sei? »Ich bin ein Pa­tri­ot die­ser Stadt, ich kann hier nicht weg«, sagt Schew­la­kow. Es könn­te aber auch dar­an lie­gen, dass er ein Ho­tel, ein Re­stau­rant und ein Frei­zeit­zen­trum in der Stadt be­sitzt - Im­mo­bi­li­en, die in Kriegs­wir­ren leicht be­schlag­nahmt wer­den könn­ten. Sei­ne Gat­tin und die zwei Kin­der hat der Bür­ger­meis­ter zu Freun­den in die USA ge­schickt; er weiß um die Zer­brech­lich­keit der Stach­a­no­wer Ko­sa­ken­re­pu­blik.

Ge­nau wie Ge­ne­ral Drjo­mow. Ja, sagt er, Kom­man­deu­re wie er wür­den jetzt aus dem Weg ge­räumt, weil de­ren Träu­me nicht al­len ge­fal­len wür­den. In ei­nem Punkt hat Mos­kau sich ge­gen die kriegs­wü­ti­gen Ko­sa­ken be­reits durch­ge­setzt: Am Frei­tag­abend ver­gan­ge­ner Wo­che hielt der Waf­fen­still­stand noch.

Aber »das Volk«, sagt der Ge­ne­ral, kön­ne man nicht be­sie­gen. »Wir ge­ben das Pro­jekt Neu-Russ­land nicht auf. Es bleibt in un­se­ren Köp­fen.«

Moritz Gathmann, Christian Neef
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